Nachricht Nasse Moore: Leopoldina beleuchtet den Nutzen eines Ökosystems

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Bis zum Jahr 2045 soll Deutschland klimaneutral werden. Um dieses Ziel zu realisieren, müssen Lösungen gefunden werden. Großes Potenzial liegt nach Ansicht von Fachleuten in der Wiedervernässung ehemaliger Moorstandorte. Während trockengelegte Moore CO₂ emittieren, sind intakte Moore sehr effektive Speicher von Kohlendioxid. Allerdings sind diese Biotope durch ihre Entwässerung und durch landwirtschaftliche Nutzung in Deutschland immer seltener geworden. Wie Moore wieder zu CO₂-Speichern werden können, wird bei der virtuellen Podiumsveranstaltung am Donnerstag, 9. November, diskutiert.

Moore hatten lange Zeit einen schlechten Ruf, Mythen und Legenden rankten sich um die dauerhaft nassen Lebensräume. Wegen der fruchtbaren Böden wurden viele dieser Landschaften trockengelegt und für den Maisanbau oder die Viehzucht genutzt. Dabei speichern Moore mehr Kohlendioxid als alle Wälder der Erde zusammen. Denn sie binden abgestorbene Pflanzen und deren Kohlenstoff im entstehenden Torf. Sie tragen damit wirksam zum Klimaschutz bei. Zudem sind Moore sehr artenreich und beherbergen viele bedrohte Tier- und Pflanzenarten.

Bei einem virtuellen Podium der Leopoldina diskutieren Expertinnen und Experten, wie diese Flächen wieder umweltgerecht genutzt werden können. Erörtert wird unter anderem, ob ehemalige Moorstandorte für die Erzeugung erneuerbarer Energien genutzt werden sollten oder auch, wie die Wiedervernässung beschleunigt werden kann. Es geht um die Frage, mit welchen Mitteln Klimaziele erreicht werden können, wo die Konflikte zwischen Klimaschutz und Landnutzung liegen sowie ob die Verwaltungen der Bundesländer auf diese Transformation vorbereitet sind. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind eingeladen, sich zu beteiligen und mitzudebattieren. Die Journalistin und Autorin Tanja Busse moderiert die Veranstaltung.

Auf dem Podium diskutieren: Christina Grätz von der Arbeitsgemeinschaft Klimamoor Brandenburg, Jänschwalde, Felix Grützmacher von der NABU-Bundesgeschäftsstelle, Berlin, Arno Krause vom Grünlandzentrum Niedersachsen/Bremen, Ovelgönne und Franziska Tanneberger vom Greifswald Moor Centrum.

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