Mit der Ernennung zum Ehrensenator würdigt die Leopoldina den Mediziner und Mathematiker Prof. Dr. Andreas Barner für seine vielfältige und weitblickende Förderung der Leopoldina, insbesondere bei der Weiterentwicklung des Dialogs zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Politik. Barner war von 2013 bis 2022 Präsident des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft. Er war bis Juni 2023 zudem Mitglied des Verwaltungsrats und des Senats der Max-Planck-Gesellschaft und vertritt den Stifterverband im Präsidium der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Von 2007 bis 2016 hatte sich Barner bereits als Ad-personam-Senator für die Leopoldina engagiert. Es ist die dritte Ehrung dieser Art, die die Leopoldina an herausragende Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens vergibt. Im Jahr 1993 wurde der damalige Bundesaußenminister Hans-Dietrich Genscher (1927-2016), im Jahr 2005 Prof. Dr. Berthold Beitz (1913-2013), der damalige Vorsitzende des Kuratoriums der Alfried-Krupp-von-Bohlen und Halbach-Stiftung, zum Ehrensenator ernannt.
Am frühen Nachmittag hat der Senat der Leopoldina die Kunsthistorikerin Prof. Dr. Charlotte Klonk zum Mitglied des Akademie-Präsidiums gewählt. Sie folgt als Sekretarin der Klasse IV – Geistes-, Sozial- und Verhaltenswissenschaften auf die Historikerin Prof. Dr. Ute Frevert. Klonk ist Professorin für Kunst und Neue Medien an der Humboldt-Universität zu Berlin. In ihrer Forschung beschäftigt sie sich vor allem mit der Bild- und Raumgeschichte. Ihr Forschungsschwerpunkt liegt auf dem Austausch zwischen künstlerischen und nicht-künstlerischen Bildern, ohne die Eigenarten der Ausdrucksformen der Kunst oder die Herausforderungen kunstgeschichtlicher Methoden aus dem Blick zu verlieren. Seit 2019 ist sie Mitglied der Leopoldina.