Mitglied im Fokus Robert Schlögl ist neuer Präsident der Alexander von Humboldt-Stiftung

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Robert Schlögl, Direktor am Fritz-Haber-Institut der Max-Planck-Gesellschaft und Vizepräsident der Leopoldina, wurde von einer international besetzten Findungskommission mit Zustimmung des Stiftungsrates als neuer Präsident der Alexander von Humboldt-Stiftung vorgeschlagen. Bundesaußenministerin Annalena Baerbock hat ihn für fünf Jahre ab dem 1. Januar 2023 in das neue Amt berufen. Damit löst Schlögl Hans-Christian Pape ab.

Forschungsschwerpunkte des Chemikers und Katalyseforschers Robert Schlögl sind heterogene Katalyse und Materialien für Energiespeicherkonzepte. Mit seinem Team erforscht er Energieumwandlungsprozesse der Natur und die dafür notwendigen Katalysatoren. Thema seiner Forschung sind Gewinnung, Speicherung und Transport von Energie. So beschäftigt sich Schlögl mit den Energiesystemen der Zukunft und der Energiewende. Ziel seiner Arbeit ist es, die zugrundeliegenden chemischen Reaktionen der Photosynthese zu verstehen, um diese für neue Energiesysteme nutzen zu können. Bei all diesen Arbeiten sind Katalysatoren von großer Bedeutung, beispielsweise zum Speichern von Sonnenenergie. In seinen Forschungen arbeitet Schlögl interdisziplinär und verbindet wissenschaftliche Modellstudien mit den Hochleistungssystemen der technischen Katalyse. Er entwickelte neue Methoden, mit denen dynamische Phänomene an Grenzflächen beobachtet werden können. Hierdurch können Katalysatoren für die Industrie effektiver entwickelt werden.

Robert Schlögl studierte Chemie an der Ludwig-Maximilians-Universität München, wo er 1982 promovierte. Im Anschluss trat er jeweils einjährige Postdoktorandenstellen am Institut für Physikalische Chemie der Cambridge University/UK und am Institut für Physik in Basel/Schweiz an, bevor er sich 1989 am Fritz-Haber-Institut der Max-Planck-Gesellschaft in Berlin habilitierte. Von 1989 bis 1994 hatte Robert Schlögl eine C4-Professur für Anorganische Chemie an der Universität Frankfurt am Main inne. Seit 1994 ist er Direktor am Fritz-Haber-Institut der Max-Planck-Gesellschaft in Berlin. Von 2011 bis 2022 war er außerdem geschäftsführender Direktor am Max-Planck-Institut für Chemische Energiekonversion in Mülheim an der Ruhr. Zudem hält er Honorarprofessuren an der Technischen Universität Berlin, sowie der Humboldt-Universität Berlin, jeweils im Fachbereich Chemie. Bereits 1989 wurde Robert Schlögl mit dem Schnuck Award for Innovative Materials ausgezeichnet und 2005 zum Fellow der Royal Society of Chemistry (Cambridge/UK) ernannt. 2010 erhielt er die DECHEMA-Medaille, 2013 den Max-Planck-Communitas-Preis und 2017 den ENI Award Energy Transition. Schlögl wurde 2011 zum Mitglied der Nationalen Akademie der Wissenschaften in der Sektion Chemie gewählt und ist seit 2020 Leopoldina-Vizepräsident.

Die Alexander von Humboldt-Stiftung fördert seit 1965 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, unabhängig von Fachrichtung und Nationalität. Jährlich wird mehr als 2.000 Forscherinnen und Forschern aus aller Welt ein wissenschaftlicher Aufenthalt in Deutschland ermöglicht. Dabei setzt sich die Humboldt-Stiftung für internationale Verständigung, wissenschaftlichen Fortschritt und Entwicklung ein.

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