Auf der Jahresversammlung verfolgen die Schülerinnen und Schüler die Vorträge der beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zum Thema „Künstliche Intelligenz“. Die Jugendlichen können dabei mit den Vortragenden unter anderem über Robotik, vertrauensvolle KI oder KI und Demokratie diskutieren. Bei Gesprächen in den Pausen und beim Empfang besteht zudem die Möglichkeit, eigene Themen mit den Expertinnen und Experten zu vertiefen. Zu den Vortragenden zählen unter anderem der Elektrotechniker und Informatiker Prof. Dr. Sami Haddadin, die Meteorologin Prof. Dr. Susanne Crewell, die Philosophin Prof. Dr. Judith Simon und der Soziologe Dr. Philipp Lorenz-Spreen.
Außerdem erleben die Jugendlichen zur Jahresversammlung ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm. Zur Eröffnung des Schülerprogramms am Donnerstagmorgen kommen sie mit Leopoldina-Präsidentin Prof. Dr. Bettina Rockenbach und Jan Riedel, Bildungsminister des Landes Sachsen-Anhalt, ins Gespräch. Beim Besuch des Archivs und der Bibliothek der Leopoldina lernen sie die Geschichte der Akademie kennen. Zum Rahmenprogramm gehören außerdem ein Besuch im Planetarium Halle und eine Stadtrallye. Beim Experimentiertag am Institut für Physik der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (unterstützt durch die Heinz-Bethge-Stiftung) arbeiten die Jugendlichen mit Computerprogrammen, KI-Modellen und Mikroskopen. Bei einem Speed-Dating mit Professorinnen und Professoren können sie sich außerdem über Fragen zum Studium, die Vielfalt wissenschaftlicher Karrieren und die verschiedenen Wege in die Forschung informieren.
Die Teilnehmerin Leonie Weiß wird im Rahmen des Schülerprogramms ihr Projekt „Team Traffic AId: Mit KI Ampeln intelligent schalten“ vorstellen. Das Projekt untersuchte, wie intelligente Ampeln dazu beitragen könnten, den Schadstoffausstoß im Straßenverkehr zu reduzieren. Leonie Weiß gewann damit den Bundeswettbewerb Künstliche Intelligenz 2024 in der Sonderkategorie „AI for Good“.
Das Schülerprogramm zur Jahresversammlung der Leopoldina gibt es seit 2013. Jedes Jahr werden Gymnasien in ganz Deutschland eingeladen, Schülerinnen und Schüler zu nominieren. Insgesamt konnten seit 2013 bereits 497 Jugendliche die Jahresversammlungen besuchen. Dieses Jahr kommen die Schülerinnen und Schüler aus den Orten Achim, Amorbach, Bad Hersfeld, Baldham, Berlin, Bernburg, Bremen, Erfurt, Halle (Saale), Hohenmölsen, Jena, Kassel, Leipzig, Ludwigsfelde, Meißen, Melsungen, Münster, Neustrelitz, Schweinfurt, Stendal und Tübingen. Der Kontakt zu den Schulen kann bei Interesse gerne vermittelt werden. Die Finanzierung des Schülerprogramms 2025 übernimmt die Wilhelm und Else Heraeus-Stiftung.