Mitglied im Fokus Shaw Prize 2020 für Biowissenschaften und Medizin geht an Peter Hegemann

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Der Biophysiker Peter Hegemann wurde im Mai mit dem Shaw Prize für Biowissenschaften und Medizin 2020 ausgezeichnet. Der an der Humboldt Universität zu Berlin tätige Hegemann erhielt die Ehrung gemeinsam mit seinen Kollegen Gero Miesenböck ML, Universität Oxford, Großbritannien, und Georg Nagel, Universität Würzburg. Die drei Wissenschaftler haben maßgeblich die Technologie der Optogenetik entwickelt. Die offizielle Auszeichnung der diesjährigen Preisträger des Shaw Prize wird pandemiebedingt erst 2021 erfolgen.

Peter Hegemann forscht an sensorischen Photorezeptoren aus Chlamydomonas-Mikroalgen und gilt als einer der Entdecker der Kanalrhodopsine. Diese lichtempfindlichen Proteine sind die Grundlage für das Wissenschaftsgebiet der Optogenetik, das Peter Hegemann mitbegründet hat. Im Vergleich zu lichtsensitiven Proteinen der Fruchtfliege, an denen um das Jahr 2002 ebenfalls intensiv gearbeitet wurde, lösen die von Hegemann und Georg Nagel damals identifizierten Kanalrhodopsine ChR1 und ChR2 deutlich schneller Spannungsänderungen an der Zellmembran aus, wenn sie mit Licht angeregt werden. Schnell eroberten diese Kanalrhodopsine die Werkzeugkästen der Neurowissenschaftler, die mit diesen „Schaltern” für Nervenzellen die Erforschung neuronaler Netze viel besser als zuvor vorantreiben konnten.

Ende der 70er Jahre studierte Hegemann Chemie in Münster und München. Seine Promotionsarbeit erfolgte am Max-Planck-Institut (MPI) für Biocheme in Martinsried. Danach ging er für zwei Jahre als Postdoc in die USA an die Syracuse University. Zurück am Martinsrieder MPI baute Hegemann dort Mitte der 80er Jahre eine eigene Forschungsgruppe auf. 1993 wurde er Professor für Biochemie an der Universität Regensburg. Seit 2005 ist der Forscher an der Humboldt Universität Berlin tätig, wo er eine Professur für experimentelle Biophysik inne hat. Seit 2015 ist Hegemann zudem Hertie-Professor auf dem Gebiet der Neurowissenschaften der Hertie-Stiftung.

Der mit einer 1,2 Mio. US-Dollar dotierte Shaw Prize wurde 2002 vom chinesischen Medienunternehmer Run Run Shaw gestiftet und wird seit 2004 jährlich vergeben. In drei Kategorien werden Wissenschaftler ausgezeichnet, deren Forschungen einen positiven Einfluss auf die Menschheit haben: Astronomie, Lebenswissenschaften und Medizin sowie Mathematik.

Foto: Bernd Prusowski / HU Berlin

Peter Hegemann forscht an sensorischen Photorezeptoren aus Chlamydomonas-Mikroalgen und gilt als einer der Entdecker der Kanalrhodopsine. Diese lichtempfindlichen Proteine sind die Grundlage für das Wissenschaftsgebiet der Optogenetik, das Peter Hegemann mitbegründet hat. Im Vergleich zu lichtsensitiven Proteinen der Fruchtfliege, an denen um das Jahr 2002 ebenfalls intensiv gearbeitet wurde, lösen die von Hegemann und Georg Nagel damals identifizierten Kanalrhodopsine ChR1 und ChR2 deutlich schneller Spannungsänderungen an der Zellmembran aus, wenn sie mit Licht angeregt werden. Schnell eroberten diese Kanalrhodopsine die Werkzeugkästen der Neurowissenschaftler, die mit diesen „Schaltern” für Nervenzellen die Erforschung neuronaler Netze viel besser als zuvor vorantreiben konnten.

Ende der 70er Jahre studierte Hegemann Chemie in Münster und München. Seine Promotionsarbeit erfolgte am Max-Planck-Institut (MPI) für Biocheme in Martinsried. Danach ging er für zwei Jahre als Postdoc in die USA an die Syracuse University. Zurück am Martinsrieder MPI baute Hegemann dort Mitte der 80er Jahre eine eigene Forschungsgruppe auf. 1993 wurde er Professor für Biochemie an der Universität Regensburg. Seit 2005 ist der Forscher an der Humboldt Universität Berlin tätig, wo er eine Professur für experimentelle Biophysik inne hat. Seit 2015 ist Hegemann zudem Hertie-Professor auf dem Gebiet der Neurowissenschaften der Hertie-Stiftung.

Der mit einer 1,2 Mio. US-Dollar dotierte Shaw Prize wurde 2002 vom chinesischen Medienunternehmer Run Run Shaw gestiftet und wird seit 2004 jährlich vergeben. In drei Kategorien werden Wissenschaftler ausgezeichnet, deren Forschungen einen positiven Einfluss auf die Menschheit haben: Astronomie, Lebenswissenschaften und Medizin sowie Mathematik.

Foto: Bernd Prusowski / HU Berlin

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