Nachricht Symposium der Leopoldina zu Menschenrechten und Wissenschaftsfreiheit in Europa

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Die Freiheit der Wissenschaft ist ein hohes Gut. Doch zunehmend sind auch in Europa Verletzungen und Gefährdungen der Wissenschaftsfreiheit zu beobachten. Die Vielzahl an Krisen setzt Wissenschaft unter Druck und konfrontiert sie mit neuen Anforderungen, die auch die individuellen Freiheits- und Autonomierechte von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern betreffen. Der Wert der Wissenschaftsfreiheit, ihre Verbindung zu den Menschenrechten, zur Forschungssicherheit und zur Exzellenz von Hochschulbildung und Forschung stehen im Mittelpunkt des zehnten Leopoldina-Symposiums „Human Rights and Science“, das in diesem Jahr in Kooperation mit der Norwegian Academy of Science and Letters (Det Norske Videnskap-Akademi – DNVA) stattfinden wird.

Im öffentlichen Teil des Symposiums, das am 20. März 2024 in der Landesvertretung Sachsen-Anhalt in Berlin stattfinden wird, geben renommierte Sprecherinnen und Sprecher einen Einblick in die unterschiedlichen Aspekte der Wissenschaftsfreiheit. Impulsvorträge halten unter anderem der Jurist Hans Petter Graver von der Universität Oslo, die Medizinethikerin und Vorsitzende des Deutschen Ethikrats Alena Buyx sowie die Historikerin und Professorin für Geschlechterstudien an der Central European University in Wien/Österreich Andrea Pető. In der abschließenden Podiumsdiskussion „Who owns Academia?“ wird das Verhältnis von politischer Macht und wissenschaftlicher Freiheit thematisiert. Es diskutieren der Soziologe Armin Nassehi von der Ludwig-Maximilians-Universität München, Torbjørn Røe Isaksen, der ehemalige Bildungs-, Wirtschafts- und Arbeitsminister Norwegens, sowie Armin Reinartz, der Leiter der Abteilung Europäische und Internationale Kooperation in Bildung und Forschung am Bundesministerium für Bildung und Forschung.

Das Symposium wird fachlich koordiniert von Hans Petter Graver, Vorsitzender des Human Rights Committee (HRC) der DNVA, und Leopoldina-Mitglied Jutta Gärtner, Vorsitzende des HRC der Leopoldina.

Die Veranstaltung ist die zehnte im Rahmen der Symposienreihe „Human Rights and Science“, welche das Leopoldina Human Rights Committee organisiert. Im Anschluss am Donnerstag, 21. März 2024, findet ein internes Treffen europäischer Akademievertreterinnen und -vertreter statt.

Das Human Rights Committee der Leopoldina (HRC) wurde 2001 gegründet und trat im Jahr 2003 dem International Human Rights Network of Academies and Scholarly Societies (IHRN) bei, dessen Sekretariat bei den US National Academies of Sciences, Engineering, and Medicine in Washington D.C./USA angesiedelt ist. Im Rahmen des IHRN unterstützt das HRC Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in aller Welt, die Unterdrückung und Menschenrechtsverletzungen ausgesetzt sind.

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