Nachricht Symposium zu CAR-T-Zelltherapien bei nicht-malignen Erkrankungen

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CAR-T-Zellen gelten als große Innovation in der Krebstherapie: Die T-Zellen eines Krebserkrankten – also die weißen Blutzellen, die der Immunabwehr dienen, – werden dabei im Labor so verändert, dass sie Tumorzellen gezielt erkennen und eliminieren können. Menschen mit zuvor unheilbaren hämatologischen Krebserkrankungen konnten so erfolgreich behandelt werden. Mittlerweile wird die Therapie auch bei anderen Erkrankungen wie Autoimmunerkrankungen, Infektionskrankheiten und kardialer Fibrose eingesetzt.

In einem interdisziplinären Leopoldina-Symposium am Montag, 8. April, und Dienstag, 9. April, diskutieren internationale Expertinnen und Experten aktuelle Therapieansätze der CAR-T-Zelltherapie bei solchen und anderen nicht-malignen Erkrankungen.

Chimeric Antigen Receptor (CAR)-T-Zellen wurden bisher hauptsächlich in der Anti-Tumor-Therapie eingesetzt. Sie haben jedoch das Potenzial breiterer Anwendung und erzielten beispielsweise in der Therapie bisher unheilbarer Autoimmunerkrankungen erste Erfolge. Auf dem Symposium diskutieren renommierte internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, wie die CAR-T-Zelltherapie auf nicht-maligne Erkrankungen übertragen werden kann. Impulsvorträge halten u. a. die Virologin Prof. Dr. Ulrike Protzer von der Technischen Universität München, der Mediziner Prof. Dr. Steven Deeks von der University of California in San Francisco/USA und der Genetiker Scott W. Lowe, Ph.D. vom Sloan Kettering Institute in New York/USA. Über die Behandlung der Autoimmunkrankheit Myasthenie spricht der Leiter des Onkologischen Zentrums der Universitätsmedizin Magdeburg Prof. Dr. Dimitrios Mougiakakos, dem 2023 mit seinem Team erstmals die erfolgreiche Behandlung einer Myasthenie-Patientin durch CAR-T-Zelltherapie gelang. An einer Podiumsdiskussion wird außerdem eine Patientin, die durch CAR-T-Zelltherapie behandelt wurde, teilnehmen.

Die wissenschaftliche Koordination übernehmen Leopoldina-Mitglied und Immunologe Georg Schett und der Hämatologe Andreas Mackensen, beide vom Universitätsklinikum Erlangen.

Die interdisziplinäre Diskussion ist als Fortbildungsveranstaltung bei der Ärztekammer Sachsen-Anhalt angemeldet und richtet sich an eine fachlich interessierte Öffentlichkeit. Sie findet in englischer Sprache statt, ist kostenfrei und wird auch auf dem YouTube-Kanal der Leopoldina übertragen.

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