Viele Themen aus der Welt der Wissenschaft haben gesellschaftliche Relevanz. Sie wandern deshalb in den Medien vom Wissenschaftsressort in die Politik- und Wirtschaftsnachrichten. Journalisten beschäftigen sich immer häufiger mit Themen wie Gendiagnostik, Demografischer Wandel oder Energieversorgung, ohne Experten für diese Themen zu sein. An sie richtet sich das Kolleg von Robert Bosch Stiftung und Leopoldina.
Die 15 Teilnehmer der „Tauchgänge in die Wissenschaft“ kommen über einen Zeitraum von zwei Jahren regelmäßig in Seminaren zusammen und werden dabei von renommierten Wissenschaftlern und etablierten Wissenschaftsjournalisten begleitet. Sie erleben vor Ort in Forschungsinstitutionen, wie Spitzenforschung funktioniert, diskutieren ethische Fragen und lernen wichtige Recherchewerkzeuge kennen. Zusätzlich erhalten die Teilnehmer ein Stipendium in Höhe von bis zu 3.000 Euro, um sich über die Seminare hinaus in Eigenregie weiterbilden zu können.
Das Thema des zweijährigen Kollegs lautet „Der Patient der Zukunft – wie Gentechnik und Alternsforschung die Medizin verändern“. Darin lernen die Teilnehmer die Möglichkeiten und Herausforderungen der Personalisierten Medizin kennen – von ihren Grundlagen in der Molekularbiologie bis zur Therapie mit dem Patienten. Außerdem erfahren sie, wie Erkenntnisse aus den Sozialwissenschaften in Zukunft beispielsweise bei der Behandlung von Demenz helfen können.
Die Robert Bosch Stiftung ist eine der großen unternehmensverbundenen Stiftungen in Deutschland. Sie wurde 1964 gegründet und setzt die gemeinnützigen Bestrebungen des Firmengründers und Stifters Robert Bosch (1861-1942) fort. Die Stiftung beschäftigt sich vorrangig mit den Themenfeldern Völkerverständigung, Bildung und Gesundheit.