Ben L. Feringa baut aus organischen Molekülen winzige molekulare Schalter und Motoren. In der Natur spielen molekulare Motoren zum Beispiel in Muskelzellen eine große Rolle. Dort sorgen Myosin-Moleküle für die Muskel-Kontraktion. Feringa entwickelte einen lichtgetriebenen molekularen Motor, der auf dem lichtempfindlichen Molekül Rhodopsin basiert.
Darauf aufbauend konstruierte Feringa aus Molekülen das erste molekulare „Nanocar“ der Welt. Es ist nur zwei Nanometer groß und nutzt Rotormoleküle als Antrieb. Lassen die Wissenschaftler Elektronen über dem „Nanocar“ schweben, drehen sich die Rotormoleküle in eine Richtung und bewegen das Gefährt. In Zukunft sind viele Einsatzmöglichkeiten für molekulare Motoren und „Nanocars“ vorstellbar. So könnten sie Medikamente an Zielpunkte im Körper transportieren. Mit Lichtschaltern ausgestattete Moleküle könnten am Zielpunkt mit einer entsprechenden Licht-Wellenlänge eingeschaltet werden.