Wie gut wäre unsere vernetzte Welt, wären Europa und Deutschland, auf eine Pandemie vorbereitet? Was wissen wir aktuell über die Schwere der zu erwartenden Infektionswellen? Wieso unterscheiden sich die Sterberaten in der Provinz Hubei und im Rest der Welt? Die Wissenschaft ist quasi live dabei, den Erreger zu verstehen und seine Eigenheiten zu entschlüsseln. Forschende haben bereits eine Menge über 2019-nCoV gelernt, aber welche Wissenslücken verbleiben?
Bei dem Press Briefing sprachen folgende Experten:
- Prof. Dr. Christian Drosten, Direktor des Instituts für Virologie, Charité - Universitätsmedizin Berlin, er entwickelte einen der ersten Tests auf das neuartige Coronavirus
- Prof. Dr. Heyo K. Kroemer, Vorstandsvorsitzender der Charité - Universitätsmedizin Berlin, Mitglied der Leopoldina
- Prof. Dr. Clemens Wendtner (per Skype), Chefarzt der Infektiologie und Tropenmedizin sowie Leiter der dortigen Spezialeinheit für hochansteckende lebensbedrohliche Infektionen, München Klinik Schwabing, er behandelt derzeit acht der deutschen Corona-Patienten in München, die sich bei einer chinesischen Geschäftsreisenden angesteckt hatten
- Prof. Dr. Lothar H. Wieler, Präsident des Robert Koch-Instituts, Berlin, Mitglied der Leopoldina
Die Experten sprachen unter anderem darüber, wie das neuartige Coronavirus entstanden ist, wie ansteckend der Erreger ist und wie viele der Infizierten sterben. Sie behandelten die Frage, mit welcher Dynamik sich das Virus weiterverbreiten könnte und welche Entwicklung in den nächsten Wochen und Monaten zu erwarten ist. Weitere Themen waren die Behandlung Corona-Infizierter in Deutschland und denkbare Maßnahmen der Ausbreitungskontrolle aus Sicht der Wissenschaft, sollten sich auch hier selbst erhaltende Infektionsketten etablieren. Welche Maßnahmen wären sinnvoll, welche wären Aktionismus?