Hormone wie Insulin und Leptin liefern dem Gehirn Informationen über den Energiestatus des Körpers. In der Folge verändern spezialisierte Nervenzellen ihre Aktivität. Dadurch werden die Nahrungsaufnahme und der Zuckerstoffwechsel beeinflusst. Erst wenn wir diese Signalwege und ihre Fehlregulation verstehen, wird es möglich sein, neue Therapien zur Behandlung von Übergewicht und Diabetes zu entwickeln.
Für seine Forschungen zu den Grundlagen der Volkskrankheiten Übergewicht und Diabetes erhält Prof. Dr. Jens Claus Brüning in diesem Jahr mit dem Carl-Friedrich-von Weizsäcker-Preis, den der Stifterverband und die Leopoldina alle zwei Jahre gemeinsam vergeben. Der mit 50.000 Euro dotierte Wissenschaftspreis des Stifterverbandes würdigt Beiträge zur wissenschaftlichen Bearbeitung gesellschaftlich wichtiger Herausforderungen. Er ist damit die deutsche Auszeichnung für Wissenschaftler auf dem Gebiet der wissenschaftsbasierten Politikberatung. Prof. Dr. Jörg Hacker, Präsident der Leopoldina, und der Präsident des Stifterverbandes, Prof. Dr. Dr. Andreas Barner, verleihen den Preis im Rahmen der Weihnachtsvorlesung.