Der Weltraummediziner Hanns-Christian Gunga geht dabei sowohl auf die physiologischen Veränderungen bei Flügen ins All wie Muskel- und Knochenabbau und Herz-Kreislauf-Erkrankungen, als auch auf psychische Probleme bedingt durch Isolation und Confinement (Beengtsein) ein. Zudem beschreibt er, wie die Leistungsfähigkeit unter diesen extremen Bedingungen aufrechterhalten werden kann und welche Bedeutung dies für die aktuelle therapeutische Medizin unter irdischen Bedingungen hat.
Prof. Dr. Gunga ist stellvertretender Direktor des Instituts für Physiologie an der Charité in Berlin und Sprecher des dortigen Zentrums für Weltraummedizin und Extreme Umwelten. Er promovierte dort mit einer Schrift zu „Leben und Werk des Berliner Physiologen Nathan Zuntz (1847-1920)“. Seit 2004 ist er Professor am Institut für Physiologie der Charité – Universitätsmedizin Berlin. Schwerpunkte seiner Forschung sind die Weltraummedizin, die Physiologie von Blut, Herz- Kreislauf bzw. Niere sowie die vergleichende Physiologie in extremen Umwelten.