Die Wissenschaftsakademien fordern ein politisches Konzept, das den gesamten Lebenslauf der Menschen einbezieht und die Herausforderungen berücksichtigt, die der demografische Wandel für die Gesundheits-, Bildungs-, Arbeits- und Wohnungspolitik mit sich bringt. Sie weisen in ihrer Stellungnahme darauf hin, dass ein längeres Erwerbsleben neue, flexiblere Lebensläufe erforderlich macht. Es gelte, neue institutionelle Rahmenbedingungen zu schaffen, die es den Bürgern erlauben, häufiger zwischen Lernen/Bildung, Erwerbstätigkeit und Freizeit/Familienzeit zu wechseln.
Die Stellungnahme wirft zudem die Frage auf, ob das Lebensalter als Hauptindikator für ihre Belastbarkeit oder Leistungsfähigkeit noch Gültigkeit hat. Sie fordert die Entwicklung weiterer Indikatoren, die auch Veränderungen im Alterungsprozess verschiedener Generationen erfassen, insbesondere die Steigerung der körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit älterer Menschen von einem Geburtsjahrgang zum nächsten.
Unterzeichner der gemeinsamen Stellungnahme sind die Österreichische Akademie der Wissenschaften, die Finnische Akademie der Wissenschaften, die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina, die Polnische Akademie der Wissenschaften, die Königlich Dänische Akademie der Wissenschaften, die Royal Society, die Königlich Schwedische Akademie der Wissenschaften und die Akademien der Wissenschaften Schweiz.
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