Wolfgang Schnick stellt komplexe Nitrid-Verbindungen her und untersucht sie mit Fokus auf ihre Struktur, Materialeigenschaften und mögliche Anwendungen. So entwickelte er Lumineszenz-Materialien auf Basis von Nitridosilikaten, die als Leuchtstoffe in Leuchtdioden (LEDs) verwendet werden. Seine Forschungsergebnisse finden unter anderem in warmweißen Hochleistungs-LEDs sowie in LED-Lichtquellen in der Automobilindustrie Anwendung.
Schnick wurde 1986 an der Universität Hannover promoviert und forschte von 1987 bis 1988 am Max-Planck-Institut für Festkörperforschung in Stuttgart. Er habilitierte sich 1992 an der Universität Bonn und hatte von 1993 bis 1998 eine Professur für Anorganische Chemie an der Universität Bayreuth inne. Seit 1998 ist er Professor für Anorganische Festkörperchemie an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Die Leopoldina wählte Wolfgang Schnick 2009 in die Sektion Chemie.
Die Liebig-Denkmünze wird seit 1950 von der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) verliehen. Seitdem haben neben Wolfgang Schnick 19 weitere Leopoldina-Mitglieder diese Auszeichnung erhalten. Zusätzlich zur silbernen Denkmünze ist die Ehrung mit 7.500 Euro dotiert. Die Verleihung findet anlässlich der 130. Versammlung der Gesellschaft Deutscher Naturforscher und Ärzte (GDNÄ) statt.