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Forum Zukunft Europas: Wie können Inklusivität und Leistungsfähigkeit der europäischen Forschung und Innovation gesteigert werden? (2019)

Herausgegeben von der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina

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Gemeinsames Kommuniqué

  • Wissenschaftspolitik
  • Innovationspolitik
  • Forschungspolitik
  • Bildung
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Publikationsdetails

  • Veröffentlichungsdatum 12.03.2019
  • DOI https://doi.org/10.26164/leopoldina_04_01093
  • Seitenanzahl 3

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den neuen EU-Mitgliedsstaaten (EU13) haben sich beim „Forum Future Europe“ in Berlin darauf verständigt, den Beitrag der Bildung, Forschung und Innovation zur Weiterentwicklung Europas neu zu definieren. Das Treffen fand auf Einladung der Leibniz-Gemeinschaft und der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina statt.

Die Unterzeichner aus Bulgarien, Estland, Kroatien, Lettland, Litauen, Malta, Polen, Rumänien, Slowakei, Slowenien, Tschechien, Ungarn und Zypern plädieren in einem Gemeinsamen Kommuniqué dafür, dass Entscheidungen zur Zukunft der EU evidenzbasiert erfolgen müssen. Die dafür notwendige wissenschaftsbasierte Beratung der Politik und Öffentlichkeit soll und will die Forschung bereitstellen und besser kommunizieren.

Sie sprechen sich in dem Kommuniqué ausdrücklich gegen ein Europa der mehreren Geschwindigkeiten aus. Für ein starkes Europa sei es vielmehr notwendig, dass alle Mitgliedsstaaten ihre Anstrengungen auf der Basis klarer Rechte und Verpflichtungen intensivieren. Die Handlungsfähigkeit der EU und eine moderne Administration auf EU-Ebene müssen sichergestellt werden.

Zur Weiterentwicklung des europäischen Forschungsraums betonen die Unterzeichnerinnen und Unterzeichner, dass die Exzellenz das leitende Bewertungskriterium sein müsse. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, nicht Politikerinnen und Politiker sollten bei Förderentscheidungen das letzte Wort haben. Zudem sollten neue Vernetzungsinstrumente die Einbindung weniger forschungsstarker Mitgliedsstaaten und damit insgesamt eine vernetzte europäische Wissenschaftskultur gezielt fördern.

Im geplanten EU-Forschungsrahmenprogramm „Horizont Europa“ sollten neue wirksame Maßnahmen entwickelt werden, um der weiterhin bestehenden Kluft zwischen Ost und West, Nord und Süd und dem Brain Drain (Talentverlust) schnell und effektiv entgegenzuwirken. Die Unterzeichner schlagen personengebundene Förderinstrumente für Brain Gain (Talentzugewinn) und Brain Circulation (Talentmobilität) innerhalb Europas vor. Um die globale Wettbewerbsfähigkeit Europas sicherzustellen, sollen Synergien zwischen modernen Forschungsinfrastrukturen und den vielfältigen Stakeholdern der Wissenschaft systematisch gefördert werden.

 

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