Internationale Empfehlungen
Joint Statement: extended version (2015)
Herausgegeben von der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina
Gemeinsame Stellungnahme der 1. Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz des Berlin Prozesses für den Westlichen Balkan
- Politikberatung
- Karriereförderung
- Wissenschaftskommunikation
- Forschungspolitik
Weitere Informationen
Dieses Dokument wurde 2015 von der 1. Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz des Berliner Prozesses in Berlin verabschiedet. Die Konferenz wurde von der Leopoldina während der österreichischen Präsidentschaft des Berliner Prozess ausgerichtet.
Das Dokument postuliert fünf Kernempfehlungen für den Bereich Bildung und Wissenschaft in den Westbalkan-Ländern:
- Verpflichtung seitens politischer Entscheidungsträger zum Erreichen der 3%-Marke des BIP für Ausgaben für Hochschulbildung, Wissenschaft und Forschung;
- Unterstützung institutionellen Wandels, der (i) die Wissenschaftssysteme der Westbalkanländer im Einklang mit den EU-Standards modernisiert, um sie in den Europäischen Forschungsraum zu integrieren, und (ii) Möglichkeiten für junge Forscher/innen und Hochschulabsolventen/innen schafft, um so die Abwanderung von Spitzenkräften (brain drain) zu verringern und die Gewinnung von Spitzenkräften (brain gain) zu fördern;Schaffung eines südosteuropäischen Forschungsrates / einer Forschungsstiftung, die einzelne herausragende Wissenschaftler/innen als Akteure des Wandels finanziert, unter Verwendung eines wettbewerbsorientierten Auswahlmechanismus, der ausschließlich auf der Qualität der Forschung und der akademischen Exzellenz basiert;
- Einrichtung miteinander verbundener Exzellenzzentren im Westbalkan als Kooperationsplattformen durch: (i) Bündelung von Ressourcen und Kompetenzen, (ii) gemeinsame Investitionen in hochmoderne Infrastrukturen, (iii) Unterstützung der Mobilität von Forschern/innen und Studenten/innen, (iv) Einrichtung einer wettbewerbsfähigen Doktoranden- und Postdoc-Ausbildung und (v) Schaffung von Innovationsgemeinschaften;
- Institutionalisierung des Dialogs zwischen Wissenschaft, Politik und Gesellschaft durch (i) die Schaffung von Mechanismen zur Konsultation und strategischen Planung und durch (ii) die Einrichtung von Verfahren zur unabhängigen wissenschaftlichen Beratung von Politik und Gesellschaft.