Die verborgene Krise: Psychische Gesundheit in Zeiten von COVID-19
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Die COVID-19-Pandemie ist vor allem eine physische Gesundheitskrise, die allerdings auch die psychische Gesundheit stark betrifft. Soziale Isolation, der Verlust des Arbeitsplatzes und finanzielle Einbußen, Unsicherheit über die tatsächlichen Auswirkungen der Krise und Angst um das körperliche Wohlbefinden beeinträchtigen die psychische Gesundheit vieler Menschen weltweit. Diese Faktoren können emotionalen Stress verstärken und zu Depressionen und Angststörungen führen. Gleichzeitig gibt es enorme Herausforderungen im Bereich der Gesundheitsversorgung. Menschen, die psychische Unterstützung benötigen, werden in vielen Ländern mit Einschränkungen psychischer Gesundheitsversorgung konfrontiert. Die Vereinten Nationen warnten bereits im Mai 2020, dass die COVID-19 Pandemie sich zu einer größeren Krise der psychischen Gesundheit entwickeln kann, wenn keine Maßnahmen ergriffen werden.
Vor diesem Hintergrund organisieren die Südafrikanische Akademie der Wissenschaften und die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina ein virtuelles Podiumsgespräch, um die psychische Gesundheit in Zeiten von COVID-19 aus der Perspektive von vier verschiedenen Ländern zu diskutieren. Während der virtuellen Podiumsdiskussion analysieren renommierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die Situation in Deutschland, Südafrika, Spanien und Nigeria. Zentrale Themen sind:
- die Auswirkungen der Pandemie auf die psychische Gesundheit des Menschen, auch im Vergleich mit anderen großen Krisen wie der Finanzkrise von 2008;
- das Vertrauen der Menschen in öffentliche Informationen und Beratung;
- Öffentliche Schutzmaßnahmen;
- Wege aus der Krise.
ASSAf und Leopoldina begrüßen folgende Expertinnen und Experten:
- Professorin Berta Ausín, Abteilung für Persönlichkeit, Evaluation und klinische Psychologie, Complutense Universität Madrid, Spanien;
- Professor Oye Gureje, WHO-Kooperationszentrum für Forschung und Ausbildung im Bereich der psychischen Gesundheit, Universität Ibadan, Nigeria;
- Professor Andreas Heinz, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie CCM, Charité – Universitätsmedizin Berlin;
- Professor Ashraf Kagee, Institut für Psychologie, Universität Stellenbosch, Südafrika.
Professorin Marcella Rietschel vom Zentralinstitut für psychische Gesundheit in Mannheim moderiert das virtuelle Live-Event.
Mit dieser Veranstaltung setzt die Leopoldina ihr neues virtuelles Format für den weltweiten wissenschaftlichen Austausch fort. Leopoldina International ist eine Reihe virtueller Panels, die von der Abteilung Internationale Beziehungen der Leopoldina in Zusammenarbeit mit ihren globalen Partnern organisiert wird. Leopoldina International bietet einen virtuellen Raum für den Dialog zwischen führenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern und der Öffentlichkeit.
Weitere Informationen und Registrierung
Die Online-Veranstaltung richtet sich an alle Interessierten und findet in englischer Sprache statt. Die Teilnahme ist kostenfrei. Die Anmeldung ist geschlossen.
Kontakt
Dr. Jan Nissen
Referent Internationale Beziehungen
Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina
Tel.: 0345 / 472 39 834
E-Mail: jan.nissen(at)leopoldina.org
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Links
Videomitschnitt der Veranstaltung (Youtube)
Südafrikanische Akademie der Wissenschaften
Partnerschaften mit Südafrika
Mitgliedsprofil von Marcella Rietschel
Mitgliedsprofil von Andreas Heinz
Downloads
Tagungsband (Englisch, PDF)