Die Zerstörung von Kulturgut als Kriegsstrategie: Wie der militärische Kulturgutschutz in bewaffneten Konflikten verbessert werden kann
- Vorträge & Diskussionen
- Online bzw. Xplanatorium Schloss Herrenhausen, Herrenhäuser Straße 5, 30419 Hannover
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- Ort Online bzw. Xplanatorium Schloss Herrenhausen, Herrenhäuser Straße 5, 30419 Hannover
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2022 feiert das international geachtete UNESCO-Übereinkommen zum Schutz des Kultur- und Naturerbes der Welt sein 50-jähriges Jubiläum. Seit jeher wird Kultur- und Naturerbe von außergewöhnlichem universellen Wert als UNESCO-Welterbe in eine eigene Liste eingetragen und von der internationalen Staatengemeinschaft geschützt.
Dessen ungeachtet werden Welterbestätten in bewaffneten Konflikten weiterhin absichtlich zerstört: 2001 sprengten die Taliban die Buddha-Statuen von Bamiyan in Afghanistan. 2015 zerstörte der Islamische Staat die UNESCO-Welterbestätte Palmyra. 2016 verurteilte der Internationale Strafgerichtshof in Den Haag die Zerstörung des Welterbes in Timbuktu erstmals als ein Kriegsverbrechen und verhängte eine Haftstrafe von 9 Jahren.
Das Jubiläum der Welterbekonvention lenkt daher den Blick auf die Haager Konvention zum Schutz von Kulturgut in bewaffneten Konflikten (1954), welche für den Schutz von Kulturgut in Konflikt- und Krisengebieten eine überragende Rolle spielt. Wie der Krieg in der Ukraine zeigt, hat die Konvention traurigerweise nichts an Aktualität verloren – auch das kulturelle Erbe dort ist Zerstörungen ausgesetzt.
Doch wie kann Kulturgut besser vor (absichtlicher) Zerstörung geschützt werden? Welche Rolle spielen die Vereinten Nationen, die EU oder die NATO und die Bundeswehr? Wie wird das Thema der Kulturgutzerstörung und des militärischen Kulturgutschutzes in Deutschland vermittelt?
Podiumsteilnehmerinnen und -teilnehmer:
Prof. Dr. Hermann Parzinger ML, Stiftung Preußischer Kulturbesitz
Sprecher der Leopoldina-AG Archäologisches Kulturerbe
Oberst i.G. Prof. Dr. Matthias Rogg, Professur an der Helmut-Schmidt-Universität der Bundeswehr Hamburg; Ehemaliger Gründungsdirektor des Militärhistorischen Museums Dresden
Prof. Dr. Dr. Sabine von Schorlemer, Professur für Völkerrecht, Recht der EU und Internationale Beziehungen, UNESCO-Lehrstuhl für Internationale Beziehungen, Technische Universität Dresden, Mitglied der Leopoldina-AG Archäologisches Kulturerbe
Anschließend gibt es eine Diskussion mit dem Publikum.
Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der VolkswagenStiftung statt.
Die Lecture wird moderiert von Dr. Christian Trippe, Programmdirektor für Russland, Ukraine und Osteuropa, Deutsche Welle.
ML = Mitglied der Leopoldina
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Kontakt
Lena Diekmann
Projektkoordinatorin Gemeinsamer Ausschuss zum Umgang mit sicherheitsrelevanter Forschung
Tel.: +49 (0)170 79 206 49
E-Mail: lena.diekmann(at)leopoldina.org