Ein Blick auf Rezeptoren: optische Methoden zur Messung der Rezeptoraktivierung.
- Vorträge & Diskussionen
- Halle
Prof. Dr. Martin Lohse, Würzburg
- Startdatum
- Enddatum
- Ort Halle
Hormone und Neurotransmitter – die chemischen Überträgerstoffe des Körpers – wirken, indem sie auf der Zelloberfläche Rezeptoren aktivieren. Rezeptoren sind Membranproteine, die ein Hormon sehr spezifisch binden und dieses Signal in die Zelle hinein übertragen. Daraufhin verändern sich Zellfunktionen – eine Herzmuskelzelle schlägt zum Beispiel schneller und kräftiger, wenn ein spezifischer Rezeptor für Adrenalin stimuliert wird. Obwohl man sehr viel über die Konsequenzen der Stimulation von Rezeptoren weiß, ist noch weitgehend unbekannt, wie ein Rezeptor durch ein Hormon "angeschaltet" wird und wie lange dieser Vorgang dauert. Lohse wird in seinem Vortrag über die Entwicklung einer Methode berichten, mit der die Anschaltung von Rezeptoren im Mikroskop sichtbar gemacht wird. Mit diesen Methoden kann man einem Hormon dabei zusehen, wie es die Rezeptoren einer Zelle aktiviert.
Martin J. Lohse hat Humanmedizin und Philosophie an den Universitäten Göttingen, London und Paris studiert und promovierte mit Arbeiten, die er am MPI für biophysikalische Chemie in Göttingen durchführte. 1988 erfolgte die Habilitation für Pharmakologie und Toxikologie an der Universität Heidelberg. Nach mehrjähriger Forschungstätigkeit an der Duke University, USA, wurde er Arbeitsgruppenleiter am MPI für Biochemie in Martinsried, seit 1993 ist er C4-Professor für Pharmakologie und Toxikologie an der Universität in Würzburg. Seine wissenschaftlichen Schwerpunkte liegen auf der Erforschung der Funktion von Rezeptoren, deren Funktionsstörungen zu Herzproblemen führen. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen, ein Heisenberg-Stipendium und den Gerhard-Hess-Preis der DFG (1990), den Basis Science Prize der American Heart Association (1990), den Preis der Vaillant-Stiftung (1996), den Leibniz-Preis der DFG (1999), den Ernst-Jung-Preis für Medizin (2000) u.a. Im Jahr 2001 konnte sich Lohse mit seinem Team gegen eine Vielzahl von Konkurrenten durchsetzen, in dem es gelang, das neue Rudolf-Virchow-Zentrum für experimentelle Biomedizin – gefördert mit zunächst 20 Mio. Euro von der DFG – nach Würzburg zu holen. Lohse ist seit 1998 Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. Im Jahr 2000 wählte ihn die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina zu ihrem Mitglied (Sektion Physiologie und Pharmakologie/Toxikologie).
Martin J. Lohse hat Humanmedizin und Philosophie an den Universitäten Göttingen, London und Paris studiert und promovierte mit Arbeiten, die er am MPI für biophysikalische Chemie in Göttingen durchführte. 1988 erfolgte die Habilitation für Pharmakologie und Toxikologie an der Universität Heidelberg. Nach mehrjähriger Forschungstätigkeit an der Duke University, USA, wurde er Arbeitsgruppenleiter am MPI für Biochemie in Martinsried, seit 1993 ist er C4-Professor für Pharmakologie und Toxikologie an der Universität in Würzburg. Seine wissenschaftlichen Schwerpunkte liegen auf der Erforschung der Funktion von Rezeptoren, deren Funktionsstörungen zu Herzproblemen führen. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen, ein Heisenberg-Stipendium und den Gerhard-Hess-Preis der DFG (1990), den Basis Science Prize der American Heart Association (1990), den Preis der Vaillant-Stiftung (1996), den Leibniz-Preis der DFG (1999), den Ernst-Jung-Preis für Medizin (2000) u.a. Im Jahr 2001 konnte sich Lohse mit seinem Team gegen eine Vielzahl von Konkurrenten durchsetzen, in dem es gelang, das neue Rudolf-Virchow-Zentrum für experimentelle Biomedizin – gefördert mit zunächst 20 Mio. Euro von der DFG – nach Würzburg zu holen. Lohse ist seit 1998 Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. Im Jahr 2000 wählte ihn die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina zu ihrem Mitglied (Sektion Physiologie und Pharmakologie/Toxikologie).