Ernährungs- und Lebensmittelwissenschaften in der genomischen Ära
- Vorträge & Diskussionen
- Halle (Saale)
Hannelore Daniel, Weihenstephan
- Startdatum
- Enddatum
- Ort Halle (Saale)
Auf der Grundlage der Sequenzierung des menschlichen Genoms erschließen die Ernährungs- und Lebensmittelwissenschaften unter dem Begriff „Nutrigenomics“ die „genomische Ära“ des Wechselspiels von Genom und Ernährungsumwelt. Nutrigenomics versucht die Definition jener molekularen Prozesse, über die Ernährungsfaktoren und Lebensstil die Gen- und Proteinfunktionen und in der Folge das Stoffwechselgeschehen auf der Basis des „genetischen make-up“ eines Individuums bestimmen. Neben der Identifizierung der genetischen Varianz und den Suszeptibilitätsgenen für ernährungsmitbedingte Erkrankungen wie Adipositas, Diabetes Typ II und kardiovaskuläre Erkrankungen nutzt man vor allem die Profilierungstechniken der modernen Biowissenschaften und Systembiologie zur umfassenden Beschreibung der Wechselwirkungen von Genom und Ernährungsumwelt. In der industriellen Forschung dienen die Methoden u. a. der Identifizierung von Wirkmechanismen bestimmter Lebensmittelinhaltsstoffe und für den Nachweis besonderer Eigenschaften von Produkten bei der Entwicklung von Functional Food. Kommerzielle Anwendungen der Genotypisierung in Verbindung mit der Erfassung von Ernährungsgewohnheiten dienen der individualisierten Ernährungsberatung und führen als Vision in die „personalisierte Ernährung“. Im Vortrag werden Beispiele gegenwärtiger akademischer wie industrieller Forschungsanstrengungen der Nutrigenomics dargestellt und Zukunftsszenarien entwickelt.
Hannelore Daniel: Studium der Ernährungswissenschaften an der Universität Gießen (1972-1977), Promotion (1982) und Habilitation (1989) ebendort. Forschungsaufenthalte an der University of Glasgow, Schottland (1983), und an der University of Pittsburgh, USA (1990-1992), ordentliche Professorin für Biochemie der Ernährung an der Universität Gießen (1992-1998), seit 1998 Ordinaria für Ernährungsphysiologie an der Technischen Universität München und Direktorin des Zentralinstituts für Ernährungs- und Lebensmittelforschung der TU. Verschiedene Preise und Auszeichnungen u. a. Henneberg-Lehmann-Preis der Universität Göttingen (1997), Auszeichnung „Pro meritis scientiae et litterarum“ des Bayrischen Staatsministers für Wissenschaft, Forschung und Kunst (2003). Mitglied u. a. des Präsidiums der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) seit 1992 , des Aufsichtsrates des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung Braunschweig (seit 2003) , Mitglied der DFG-Senatskommission zur Beurteilung der Unbedenklichkeit von Lebensmitteln (1992-2006), Fachkollegiatin der DFG im Fach Ernährungswissenschaften (seit 2004), Mitglied des Gutachterkomitees der Kgl. Niederländischen Akademie für Wissenschaft und Kunst für den Bereich „Food, Health and Biotechnology“. Mitherausgeberin der Zeitschriften „European Journal of Nutrition“ und „European Journal of Physiology“ (Pflügers Archiv).
Forschungsschwerpunkte: Transportproteine der Zellmembran für Nährstoffe, Nährstoffwirkungen auf die Genexpression, biofunktionale Wirkungen sekundärer Pflanzeninhaltsstoffe, Nutrigenomics
Seit 2003 ist Hannelore Daniel Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina (Sektion Physiologie und Pharmakologie/Toxikologie).
Kontaktadresse: Prof. Dr. Hannelore Daniel, TU München, Lehrstuhl für Ernährungsphysiologie, Hochfeldweg 2, 85350 Freising-Weihenstephan
Hannelore Daniel: Studium der Ernährungswissenschaften an der Universität Gießen (1972-1977), Promotion (1982) und Habilitation (1989) ebendort. Forschungsaufenthalte an der University of Glasgow, Schottland (1983), und an der University of Pittsburgh, USA (1990-1992), ordentliche Professorin für Biochemie der Ernährung an der Universität Gießen (1992-1998), seit 1998 Ordinaria für Ernährungsphysiologie an der Technischen Universität München und Direktorin des Zentralinstituts für Ernährungs- und Lebensmittelforschung der TU. Verschiedene Preise und Auszeichnungen u. a. Henneberg-Lehmann-Preis der Universität Göttingen (1997), Auszeichnung „Pro meritis scientiae et litterarum“ des Bayrischen Staatsministers für Wissenschaft, Forschung und Kunst (2003). Mitglied u. a. des Präsidiums der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) seit 1992 , des Aufsichtsrates des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung Braunschweig (seit 2003) , Mitglied der DFG-Senatskommission zur Beurteilung der Unbedenklichkeit von Lebensmitteln (1992-2006), Fachkollegiatin der DFG im Fach Ernährungswissenschaften (seit 2004), Mitglied des Gutachterkomitees der Kgl. Niederländischen Akademie für Wissenschaft und Kunst für den Bereich „Food, Health and Biotechnology“. Mitherausgeberin der Zeitschriften „European Journal of Nutrition“ und „European Journal of Physiology“ (Pflügers Archiv).
Forschungsschwerpunkte: Transportproteine der Zellmembran für Nährstoffe, Nährstoffwirkungen auf die Genexpression, biofunktionale Wirkungen sekundärer Pflanzeninhaltsstoffe, Nutrigenomics
Seit 2003 ist Hannelore Daniel Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina (Sektion Physiologie und Pharmakologie/Toxikologie).
Kontaktadresse: Prof. Dr. Hannelore Daniel, TU München, Lehrstuhl für Ernährungsphysiologie, Hochfeldweg 2, 85350 Freising-Weihenstephan