Festakt 60 Jahre diplomatische Beziehungen Deutschland-Israel: Brückenbauer Wissenschaft und Kultur

  • Symposien
  • Halle (Saale)
Festakt der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina und von Staatskanzlei und Ministerium für Kultur des Landes Sachsen-Anhalt
  • Datum
  • Ort Halle (Saale)

Hintergrund

n diesem Jahr begehen die Bundesrepublik Deutschland und der Staat Israel das 60. Jubiläum ihrer diplomatischen Beziehungen. Eine besondere Bedeutung kommt dabei den wissenschaftlichen und kulturellen Kontakten zu, die als Wegbereiter der offiziellen Beziehungen fungierten. Zur feierlichen Würdigung dieses Jubiläums veranstalten die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina und die Staatskanzlei des Landes Sachsen-Anhalt einen Festakt. Im Mittelpunkt stehen Wissenschaft und Kultur als „inoffizielle Diplomaten“ und Brückenbauer zwischen beiden Ländern.

Heute ist das deutsch-israelische Verhältnis von Freundschaft und Vielfalt geprägt. Der Weg dorthin war jedoch von großen Herausforderungen gezeichnet. In den 1950er Jahre begannen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler beider Länder informelle Netzwerke zu knüpfen – eine Annäherung, die angesichts der Shoa bis dahin kaum vorstellbar war.

Ein bedeutender Schritt folgte im Jahr 1957, als der Physiker Hans Jensen ML als erster deutscher Wissenschaftler nach dem Zweiten Weltkrieg eine Vorlesung am Weizmann-Institut für Wissenschaften in Rehovot hielt. Am 1. Dezember 1959 reiste eine Delegation der Max-Planck-Gesellschaft, bestehend aus Otto Hahn ML, Feodor Lynen ML, Wolfgang Gentner ML und Josef Cohn, zum Weizmann-Institut.

Bald darauf setzten sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler beider Länder nachdrücklich dafür ein, dass die politischen Lenker der Zeit – insbesondere Bundeskanzler Konrad Adenauer und Premierminister David Ben-Gurion – offizielle diplomatische Beziehungen aufnahmen, was am 12. Mai 1965 formalisiert wurde. In den darauffolgenden Jahrzehnten intensivierte sich die wissenschaftliche Zusammenarbeit stetig. Bildung, Forschung, Innovation und Technologieentwicklung standen im Fokus.

Ebenso vertiefte und verstetigte sich in Kunst und Kultur die deutsch-israelische Zusammenarbeit sowohl in der Aufarbeitung gemeinsamer Wurzeln, Ideale und Schicksale, als auch im Austausch zeitgenössischer Bewegungen und Positionen. Exemplarisch hierfür stehen nicht nur die erfolgreiche Bewerbung der „Weißen Stadt“ Tel Aviv zum Weltkulturerbe sowie verstärkte Forschungen zur Baukultur der Moderne im Allgemeinen. Sondern untrennbar damit verbunden sind auch die Fragen und der Austausch zu dem gesellschaftlichen Ursprung und der Aktualität des materiellen und immateriellen Erbes beider Länder, wie zum Beispiel in den kollektiven Idealen der Reform- und Kibbuzbewegung oder dem Einfluss des Bauhauses auf die gemeinsame Geschichte bis in die Gegenwart.

Angesichts dieser historischen Errungenschaften gilt es, diese einzigartige Partnerschaft mit Zuversicht und Weitsicht weiter zu stärken.

Programm

  • Grußwort der Leopoldina-Präsidentin, Bettina Rockenbach ML
  • Rede des Ministerpräsidenten des Landes Sachsen-Anhalt, Dr. Reiner Haseloff
  • Rede des Botschafters des Staates Israel in Deutschland, S.E. Ron Prosor
  • Vorträge zu deutsch-israelischen Wissenschaftsbeziehungen:

    Professor David Harel PhD, Präsident, Israelische Akademie der Wissenschaften, Jerusalem & Weizmann-Institut für Wissenschaften, Rehovot

    Professor Ángel Rubio PhD ML, Direktor, Max-Planck-Institut für Struktur und Dynamik der Materie, Hamburg & Flatiron Institute, Simons Foundation, New York
  • Vorträge zu deutsch-israelischen Kulturbeziehungen:

    Dr. Werner Möller, Stiftung Bauhaus Dessau

    Sharon Golan, Liebling Haus, Weiße Stadt, Tel Aviv
  • Schlussworte mit anschließendem Stehempfang

Kontakt

Lucian Brujan
Nationale Akademie der Wissenschaften
Leopoldina
E-Mail: lucian.brujan(at)leopoldina.org 


Marthe Niemöller
Staatskanzlei und Ministerium für Kultur des
Landes Sachsen-Anhalt
E-Mail: Marthe.Niemoeller(at)stk.sachsen-anhalt.de

Organisatorisches

Die Teilnahme ist nur nach gesonderter Einladung möglich.
Es wird Simultanverdolmetschung in die Sprachen Deutsch, Hebräisch, Englisch angeboten.
Für etwaige Rückfragen wenden Sie sich bitte an:

Stefanie Kirsch
Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina
E-Mail: international(at)leopoldina.org

Partner

Staatskanzlei und Ministerium für Kultur des Landes Sachsen-Anhalt

Stiftung Bauhaus Dessau

Weitere Informationen

Leopoldina-Kooperation mit Israel

Informationen des Auswärtigen Amtes zum 60-jährigen Jubiläum diplomatischer Beziehungen Deutschland-Israel

Programm (PDF)

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