Johann Gottlob Krügers medizinische Träume. Zum Verhältnis von Literatur und Wissen um 1750
- Wissenschaftshistorische Seminare
- Halle (Saale)
Vortrag im Wissenschaftshistorischen Seminar von Prof. Dr. Carsten Zelle in Kooperation mit den Franckeschen Stiftungen.
- Datum
- Ort Halle (Saale)
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Für den Erfolg bei seinen Lesern trug nicht zuletzt Krügers „aufgeweckte Schreibart", d.h. ein bestimmter ästhetisch-literarischer Stil, der sein naturwissenschaftliches Werk kennzeichnet, bei. Dieser Stil soll in dem Vortrag von Prof. Dr. Carsten Zelle vorgestellt und näher untersucht werden. Gefragt wird dabei danach, ob die literarisierende Form der Darstellung naturwissenschaftlichen Wissens nur äußeres rhetorisches Dekorum ist, das auf didaktische bzw. wissenspopularisierende Zwecke abzielt, oder ob ihm eine darüberhinausgehende erkenntnistheoretische bzw. erkenntniskritische Dimension zugesprochen werden muss. Das Textkorpus, an das diese Frage gestellt wird, ist Krügers im engen Sinn literarisches Werk Träume – eine Sammlung von gut 160 kürzeren satirischen Traumtexten, die an die Gattungstradition des gelehrten Somnium satyricum zwar anknüpft, die Krüger aber nutzt, um 1750 heftig umstrittene Themen der Naturforschung und Medizin zu diskutieren und auf die Schippe zu nehmen.
Prof. Dr. Rainer Godel und Leopoldina-Mitglied Prof. Dr. Dieter Hoffmann laden Sie herzlich ein.
Kontakt
Prof. Dr. Rainer Godel
E-Mail: rainer.godel(at)leopoldina.org
Tel.: 0345 / 47 239 -115