Perspektiven des Klonens in der Tierzucht und in der biomedizinischen Forschung.
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Prof. Dr. Eckhard Wolf, München
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Beim somatischen Kerntransfer – Klonen nach der "Dolly-Methode" – wird das Genaktivitätsmuster im Kern einer spezialisierten Zelle so verändert, dass Totipotenz entsteht, d.h. eine Zelle, aus der sich ein vollständiger Organismus entwickeln kann. Die DNA-Sequenz der Kernspenderzelle ist jedoch vor und nach dieser Reprogrammierung identisch. Die Änderung des Funktionszustandes wird durch übergeordnete Mechanismen, die die räumliche Organisation des Erbguts (Chromatinstruktur) beeinflussen, vermittelt. Das Klonen ist somit ein ideales Modell zur Untersuchung solcher Mechanismen, die unter dem Überbegriff Epigenetik zusammengefasst werden. Perspektiven einer praktischen Anwendung ergeben sich im Bereich der genetischen Modifikation von Nutztieren – beispielsweise für die Xenotransplantation – oder aber für die Gewinnung autologer pluripotenter Stammzellen zur Behandlung degenerativer Erkrankungen. Versuche zur Entwicklung dieses "Therapeutischen Klonens" beim Menschen in Korea haben im Februar 2004 für Schlagzeilen gesorgt und wurden im Nachhinein von der Scientific Community sehr negativ bewertet. Dennoch zeigen diese Experimente, dass zumindest die erste Stufe, die Herstellung von pluripotenten Stammzellen aus einem Kerntransferembryo, auch beim Menschen funktionieren kann. Es bestehen, abgesehen von allen ethischen Bedenken, aber berechtigte Zweifel, ob "Therapeutisches Klonen" jemals eine realistische Option für die Anwendung in der Klinik werden kann.
Eckhard Wolf: Studium der Tiermedizin an der Universität München, Promotion am Institut für Tierzucht und am Institut für Tierpathologie der Universität München (1990), Fachtierarzt für Versuchstierkunde (1991) und für Tierzucht und Biotechnologie (1999), Habilitation für das Fach Tierzucht und Genetik an der Veterinärmedizinischen Universität Wien (1994), Lehrstuhl für Molekulare Tierzucht und Haustiergenetik Biotechnologie der Ludwig- Maximilians-Universität München (seit 1995), Mitglied der Leitung des Genzentrums der Universität München (seit 1998), Wissenschaftlicher Geschäftsführer des Bayerischen Forschungszentrums für Fortpflanzungsbiologie GmbH & Co KG (seit 1997).
Forschungsschwerpunkte: Molekulare Mechanismen der Wachstumsregulation; Biologie und Biotechnologie der Reproduktiontechniken der Fortpflanzung bei landwirtschaftlichen Nutztieren.
Im Jahr 2000 wählte die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina Eckhard Wolf zum Mitglied (Sektion Veterinärmedizin).
Kontaktadresse: Prof. Dr. Eckhard Wolf, Ludwig-Maximilians- Universität, Lehrstuhl für Molekulare Tierzucht und Biotechnologiet, Genzentrum der Universität, Feodor-Lynen- Straße 25, D-81377 München
Eckhard Wolf: Studium der Tiermedizin an der Universität München, Promotion am Institut für Tierzucht und am Institut für Tierpathologie der Universität München (1990), Fachtierarzt für Versuchstierkunde (1991) und für Tierzucht und Biotechnologie (1999), Habilitation für das Fach Tierzucht und Genetik an der Veterinärmedizinischen Universität Wien (1994), Lehrstuhl für Molekulare Tierzucht und Haustiergenetik Biotechnologie der Ludwig- Maximilians-Universität München (seit 1995), Mitglied der Leitung des Genzentrums der Universität München (seit 1998), Wissenschaftlicher Geschäftsführer des Bayerischen Forschungszentrums für Fortpflanzungsbiologie GmbH & Co KG (seit 1997).
Forschungsschwerpunkte: Molekulare Mechanismen der Wachstumsregulation; Biologie und Biotechnologie der Reproduktiontechniken der Fortpflanzung bei landwirtschaftlichen Nutztieren.
Im Jahr 2000 wählte die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina Eckhard Wolf zum Mitglied (Sektion Veterinärmedizin).
Kontaktadresse: Prof. Dr. Eckhard Wolf, Ludwig-Maximilians- Universität, Lehrstuhl für Molekulare Tierzucht und Biotechnologiet, Genzentrum der Universität, Feodor-Lynen- Straße 25, D-81377 München