Unser zukünftiges Energiesystem: Herausforderungen an die Wissenschaft

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Leopoldina-Weihnachtsvorlesung von Prof. Dr. Ferdi Schüth und Verleihung des Carl Friedrich von Weizsäcker-Preises 2014
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Bei der Umstrukturierung des deutschen Energiesystems sind zahlreiche Probleme zu lösen. Die Wissenschaft kann und muss hierzu entscheidende Beiträge leisten. Neben naturwissenschaftlicher und technologischer Forschung sind soziale Innovationen erforderlich und zahlreiche ökonomische, juristische, soziologische und psychologische Fragen zu klären. Denn der Erfolg der Energiewende hängt nicht nur von technologischen Fortschritten ab, sondern wesentlich von der Umsetzung. Letztlich sind alle Wissenschaftsgebiete gefragt, wenn es um eine so große Aufgabe wie die Umstrukturierung des Energiesystems geht. Im Rahmen seiner Weihnachtsvorlesung erhält Prof. Dr. Ferdi Schüth für seine Leistungen auf dem Gebiet der Energieforschung den Carl Friedrich von Weizsäcker-Preis des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft. Der mit 50.000 Euro dotierte Preis wird gemeinsam mit der Leopoldina alle zwei Jahre an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler oder Forscherteams vergeben, die einen Beitrag zur wissenschaftlichen Bearbeitung gesellschaftlich wichtiger Probleme geleistet haben.

Außerdem ehrt die Leopoldina im Rahmen der Veranstaltung ihr Mitglied Prof. Dr. Paul J. Crutzen durch die Verleihung der Ehrenmitgliedschaft.

Ferdi Schüth

Chemiker und Leopoldina-Mitglied seit 2008, zählt zu den international bekanntesten Wissenschaftlern auf dem Gebiet der Katalyseforschung, einem interdisziplinären Forschungsgebiet, in dem untersucht wird, wie chemische Reaktionen in einer Vielzahl von Anwendungsbereichen optimiert werden können. Schüth, seit 1998 Direktor am Max-Planck-Institut für Kohlenforschung in Mülheim an der Ruhr, hat sich in den vergangenen Jahren besonders auf dem Gebiet der Energieforschung engagiert. Zu seinen Leistungen zählen Arbeiten zur Wasserstoffspeicherung, die Entwicklung eines Speichersystems bis zur Anwendungsreife, die Forschung zur Konversion von Biomasse und die Entwicklung neuer Materialien für Stromspeicher. Zudem forscht Ferdi Schüth an der Herstellung von Kraftstoffen und Chemikalien aus Biomasse wie Holz und Zellulose.

Paul J. Crutzen

Nobelpreisträger und Leopoldina-Mitglied, erforschte die Absorption von Ultraviolett- und Infrarotstrahlung durch atmosphärische Spurenstoffe sowie die Geschwindigkeit, mit der Stoffe in der Atmosphäre reagieren. Mit Hilfe seiner Forschung wurden beispielsweise die möglichen klimatischen Folgen eines nuklearen Krieges und der Einfluss der menschlichen Aktivitäten auf Ozon und Klima abgeschätzt.

Für seine Arbeiten im Gebiet der Atmosphärenchemie erhielt Paul Crutzen zusammen mit Mario J. Molina und Frank S. Rowland 1995 den Nobelpreis für Chemie. Foto: Prof. Dr. Ferdi Schüth, © MPI für Kohlenforschung

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Ferdi Schüth erhält den Carl Friedrich von Weizsäcker-Preis 2014 Mitgliedsprofil von Ferdi Schüth Mitgliedsprofil von Paul J. Crutzen

Anmeldung und weitere Informationen

Die Veranstaltung richtet sich an alle Interessierten. Um Anmeldung wird gebeten. Zur Anmeldung

Kontakt

Peggy Glasowski
Assistentin der Generalsekretärin
Tel.: 0345 / 472 39-912
E-Mail: peggy.glasowski(at)leopoldina.org

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