Wissenschaftshistorisches Seminar „Medizin als Medium multipler Modernitäten – die Beispiele China, Japan und Deutschland”
- Wissenschaftshistorische Seminare
- Halle (Saale)
Prof. Dr. Christian Oberländer, Halle, und Prof. Dr. Alfons Labisch, Düsseldorf
- Datum
- Ort Halle (Saale)
Die Medizin ist eine auf aktuellste Ergebnisse und Techniken ausgerichtete Wissenschaft; zugleich ist die Medizin eine Praxis, die tief im Alltagsleben der Menschen verwoben ist. Die Medizin kann also als ein Medium dienen, das einerseits sowohl wissenschaftliche, technische und damit auch wirtschaftliche Prozesse erfasst wie sie andererseits auch die Anpassungsprozesse in der alltäglichen Lebenswelt der Menschen erreicht. Aus der Sicht der Globalisierung ist es das Ziel der Forschergruppe, durch den Blick zurück durch den Focus der Medizin Prozesse der Modernisierung zu erfassen, zu untersuchen und auf diesem Wege Hintergrundwissen für aktuelle Fragen der Globalisierung zu schaffen.
Diese spezifizierte Problemstellung verspricht dann einen besonderen Erkenntniswert, wenn Globalisierungs- bzw. Modernisierungsprozesse in verschiedenen Ländern, Regionen, Institutionen oder Fachgebieten untersucht werden. Der historische Vergleich ist nicht das Forschungsziel, sondern ein Erkenntnismittel. Als Vergleichsregionen werden Europa und Ostasien gewählt. Der Focus liegt zunächst auf Deutschland, Japan und China und damit auf drei Ländern mit zeitlich gestaffelten Modernisierungsprozessen, die überdies durch die Medizin in einem Abhängigkeitsverhältnis standen. Mit der Wahl dieser drei Länder bzw. ausgewählter Regionen bzw. Wissens- und Tätigkeitsbereiche ist verbunden, den vielfältigen Austausch zwischen diesen Ländern in den Focus der Untersuchungen zu bringen. Zeitlich wird die Untersuchung auf die Einführung der modernen naturwissenschaftlichen Medizin eingegrenzt.
Der Medizinhistoriker Alfons Labisch wird im ersten Teil des Vortrages die Problemstellung und Konzeption des Themas erläutern. Christian Oberländer, der seit 2002 Professor für Japanologie an der Martin-Luther-Universität ist, wird im zweiten Teil des Vortrages die Ausgangsbedingungen in China, Deutschland und Japan darstellen.
Diese spezifizierte Problemstellung verspricht dann einen besonderen Erkenntniswert, wenn Globalisierungs- bzw. Modernisierungsprozesse in verschiedenen Ländern, Regionen, Institutionen oder Fachgebieten untersucht werden. Der historische Vergleich ist nicht das Forschungsziel, sondern ein Erkenntnismittel. Als Vergleichsregionen werden Europa und Ostasien gewählt. Der Focus liegt zunächst auf Deutschland, Japan und China und damit auf drei Ländern mit zeitlich gestaffelten Modernisierungsprozessen, die überdies durch die Medizin in einem Abhängigkeitsverhältnis standen. Mit der Wahl dieser drei Länder bzw. ausgewählter Regionen bzw. Wissens- und Tätigkeitsbereiche ist verbunden, den vielfältigen Austausch zwischen diesen Ländern in den Focus der Untersuchungen zu bringen. Zeitlich wird die Untersuchung auf die Einführung der modernen naturwissenschaftlichen Medizin eingegrenzt.
Der Medizinhistoriker Alfons Labisch wird im ersten Teil des Vortrages die Problemstellung und Konzeption des Themas erläutern. Christian Oberländer, der seit 2002 Professor für Japanologie an der Martin-Luther-Universität ist, wird im zweiten Teil des Vortrages die Ausgangsbedingungen in China, Deutschland und Japan darstellen.