Prof. Dr. Harald Reuter (✝︎)

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  • Fachbereich Physiologie und Pharmakologie/Toxikologie
  • Ort Hinterkappelen, Schweiz
  • Wahljahr 1993

Forschung

Harald Reuters wissenschaftliche Karriere, mit der er international bekannt wurde, begann mit der Entdeckung eines Calcium-Stroms im Herzen, der für die Kopplung von Erregung und Kontraktion des Organs von entscheidender Bedeutung ist. Er konnte zeigen, dass dieser Calcium-Strom durch Adrenalin und andere Catecholamine verstärkt und durch Calcium-Antagonisten gehemmt wird. Später konnten er und seine Mitarbeiter die Calcium-Ionenkanäle in der Zellmembran mit Hilfe der patch-clamp Methode charakterisieren und funktionell wichtige molekulare Eigenschaften der Kanäle aufklären. Weiterhin hat er erstmals den Natrium/Calcium-Austausch am Herzen entdeckt, der hauptsächlich für den Auswärtstransport von Calciumionen aus den Herzzellen verantwortlich ist. Diese Arbeiten waren grundlegend für ein besseres Verständnis der Herzfunktion und deren pharmakologisch-therapeutische Beeinflussung. In neuen Versuchsansätzen mit optischen Methoden hat er später, in Zusammenarbeit mit Kollegen in Stanford, die Zirkulation von neurotransmitter-haltigen Vesikeln in Synapsen von Nervenfasern gemessen. Während 30 Jahren war er als Professor und Direktor des Pharmakologischen Instituts der Universität Bern tätig.

  • 1999 Professor Emeritus, Universität Bern, Schweiz
  • 1969-1999 Professor / Direktor, Institut für Pharmakologie, Universität Bern, Schweiz
  • 1965 Habilitation, Universität Mainz
  • 1960 Promotion Dr. med., Universität Mainz
  • 1954-1959 Studium Medizin, Universitäten Freiburg / Breisgau, Innsbruck

  • 1998-2011 Vorsitzender des  Komitees für Menschenrechte der Schweizerischen Akademie für Künste und Wissenschaften und des International Network on Human Rights of Academies and Scholarly Societies
  • 1994-2008 Mitglied und Vorsitzender der Schweizerischen Stiftung für Medizin-Biologische Stipendien
  • 1993-2003 Mitglied und Vorsitzender des Gremiums „Biocenter“,  Universität Basel
  • 1994-2001 Senat der Leopoldina
  • 1988-1994 Mitglied des Forschungskomittes der Nationalen Schweizerischen Wissenschaftsstiftung

  • 2014 Ehrenmitglied der Physiological Society
  • 2010 Ehrendoktor (Dr. h.c.) der Science Faculty, Universität Basel, Schweiz
  • 2010 Ehrenmitglied der Schweizer Akademie der Medizinischen Wissenschaften
  • 2002 Ernst Jung-Medaile für Medizin in Gold, Auszeichnung für sein Lebenswerk von der Jung-Stiftung für Wissenschaft und Forschung, Hamburg
  • 2001 Académie Royal de Médecine de Belgique, Membre honoraire étranger
  • 1997 National Academy of Sciences, USA, Foreign Associate
  • 1997 Academia Scientiarum et Artium Europaea, Salzburg, Österreich
  • 1995 Mitglied der Schweizer Akademie der Medizinischen Wissenschaften
  • 1993 K.S.Cole Award, Biophysical Society, USA
  • 1993 Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina
  • 1989 Academia Europaea
  • 1988 Jonathan Magnes-Auszeichnung, Universität Hebrew, Israel
  • 1987 Schmiedeberg-Medaile, Deutsche Gesellschaft für experimentelle und klinische Pharmakologie und Toxikologie (DGPT)
  • 1984 Marcel Benoist-Preis, Swiss Government
  • 1984 Ciba-Drew Award (Novartis-Drew Award) in Biomedical Research, Drew University, Madison N.J., USA
  • 1984 Award for Outstanding Research of the International Society for Heart Research (Pfizer Medal)

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