Prof. Dr. Jürgen Jost
- Fachbereich Mathematik
- Ort Leipzig, Deutschland
- Wahljahr 2002
Forschung
Forschungsschwerpunkte: Geometrie und Analysis, komplexe Systeme, neuronale Netze und Kognitionsforschung, theoretische Biologie, mathematische Physik
Jürgen Jost forscht sowohl in der reinen Mathematik, im Bereich der Geometrie und Analysis, als auch interdisziplinär. Er verknüpft dabei Forschungen zu den konzeptionellen Grundlagen mit spezifischen Anwendungen zur Analyse und Modellierung komplexer Systeme in den Bio-, Kognitions- und Sozialwissenschaften. So widmet er sich über verschiedene Skalen und Hierarchien komplexen Systemen und deren Identifizierung sowohl durch externe informationstheoretische Ansätze als auch durch interne dynamische Modelle. Besonders wichtig sind dabei Wechselwirkungen zwischen verschiedenen Skalen und Ebenen, beispielsweise in sozialen und ökonomischen Systemen der Mikro- und der Makroebene.
Zudem analysiert der Mathematiker auch die Kommunikation und die Erwartungsbildung in sozialen und künstlichen Systemen. Er hat dafür neue Methoden entwickelt und setzt bereits bestehende Methoden aus den Gebieten der Informationstheorie, der Statistik, der dynamischen Systeme, der Netzwerkanalyse und der Modallogik ein.
Er ist auch in der Wissenschaftsgeschichte durch die Kommentierung klassischer Texte und die Herausgabe von Reihen aktiv.
Jürgen Jost forscht sowohl in der reinen Mathematik, im Bereich der Geometrie und Analysis, als auch interdisziplinär. Er verknüpft dabei Forschungen zu den konzeptionellen Grundlagen mit spezifischen Anwendungen zur Analyse und Modellierung komplexer Systeme in den Bio-, Kognitions- und Sozialwissenschaften. So widmet er sich über verschiedene Skalen und Hierarchien komplexen Systemen und deren Identifizierung sowohl durch externe informationstheoretische Ansätze als auch durch interne dynamische Modelle. Besonders wichtig sind dabei Wechselwirkungen zwischen verschiedenen Skalen und Ebenen, beispielsweise in sozialen und ökonomischen Systemen der Mikro- und der Makroebene.
Zudem analysiert der Mathematiker auch die Kommunikation und die Erwartungsbildung in sozialen und künstlichen Systemen. Er hat dafür neue Methoden entwickelt und setzt bereits bestehende Methoden aus den Gebieten der Informationstheorie, der Statistik, der dynamischen Systeme, der Netzwerkanalyse und der Modallogik ein.
Er ist auch in der Wissenschaftsgeschichte durch die Kommentierung klassischer Texte und die Herausgabe von Reihen aktiv.
Werdegang
- seit 1996 Direktor und Wissenschaftliches Mitglied am Max-Planck-Institut für Mathematik in den Naturwissenschaften, Leipzig
- 1984-1996 Professor für Mathematik an der Ruhr-Universität Bochum
- 1984 Habilitation für Mathematik an der Universität Bonn
- 1980 Promotion in Mathematik an der Universität Bonn
- 1975-1980 Studium der Mathematik, Physik, Volkswirtschaft und Philosophie an der Universität Bonn
Projekte
- seit 2005 International Max Planck Research School „Mathematics in the Sciences“
- 2005-2014 DFG-Projekt, Graduiertenkolleg „Interdisziplinäre Ansätze in den zellulären Neurowissenschaften“
- 2000-2009 DFG-Projekt, Graduiertenkolleg „Analysis, Geometrie und ihre Verbindung zu den Naturwissenschaften“
- 1994-1996 DFG-Projekt, Sonderforschungsbereich „Geometrische Variationsprobleme und ihre Quantisierung“
Auszeichungen und Mitgliedschaften
- 2023 Ehrendoktorwürde der Vietnam Akademie für Wissenschaft und Technologie, Vietnam
- 2018 Wissenschaftspreis der Teubner-Stiftung
- 2010 Advanced Grant, European Research Council (ERC)
- seit 2002 Mitglied der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina
- seit 2001 Mitglied der Sächsischen Akademie der Wissenschaften
- seit 1998 Mitglied der Akademie der Wissenschaften und Literatur zu Mainz
- 1998 Honorarprofessor an der Universität Leipzig
- 1993 Gottfried Wilhelm-Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG)