Prof. Dr. Marino Zerial

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  • Fachbereich Genetik/Molekularbiologie und Zellbiologie
  • Ort Dresden, Deutschland
  • Wahljahr 2024

Forschung

Forschungsschwerpunkte: Zellbiologie, Endozytose, intrazellulärer Transport, Rab GTPasen, Zellpolarität
Marino Zerial ist ein italienisch-deutscher Zellbiologe und Biochemiker. Er forscht zu den molekularen Mechanismen der Endozytose und des intrazellulären Transports. Es ist ihm gelungen, den Funktionsmechanismus der Rab-GTPasen zu erklären. Diese Enzyme regulieren die Bildung und Entwicklung von Organellen und die Vesikelmembranfusion, das heißt die Fusion von Vesikeln mit Endosomen. Marino Zerials Arbeit liefert Erkenntnisse über die Mechanismen, die an der Entstehung von Lebererkrankungen und RNA-Therapeutika beteiligt sind.
Endozytose ist die Aufnahme von Material in die Zelle durch Einstülpung von Bereichen der Zellmembran. Das Team von Marino Zerial untersucht die zugrunde liegenden Prozesse – von den molekularen Mechanismen bis hin zu den Auswirkungen auf die Zell- und Gewebeorganisation. Sie untersuchen die molekularen Mechanismen, mit denen intrazelluläre Vesikel ihre Fracht an den richtigen Bestimmungsort transportieren. Marino Zerial entdeckte, dass die Enzyme Rab GTPasen für den intrazellulären Transport wichtig sind und dass Rab5 eine entscheidende Rolle bei der Endozytose und der Vesikelfusion und -biogenese spielt.
Die Struktur und Funktion von Lebergewebe sind für die Forschungsgruppe von besonderem Interesse. Sie verfolgen einen Ansatz, der biochemische und biophysikalische Methoden mit moderner Lichtmikroskopie, Zellbiologie und computergestützter dreidimensionaler Geweberekonstruktion kombiniert. Sie haben Bildanalyse- und Rechenpipelines entwickelt, um geometrische und funktionale 3D-Modelle von Lebergewebe und Gallenfluss zu erstellen. Marino Zerial hat auf diese Weise bestimmte Strukturen auf der apikalen Seite der Leberzellen entdeckt, die eine Rolle beim Wachstum von Gallengängen spielen. In einem weiteren Ansatz untersucht die Forschungsgruppe von Marino Zerial die Mechanismen von RNA-Therapeutika (siRNA und mRNA) und die RNA-Endozytose.

  • seit 2023 Direktor und Gruppenleiter, Fondazione Human Technopole (HT), Mailand, Italien
  • seit 2010 Professor, Technische Universität (TU) Dresden
  • seit 1998 Direktor sowie Gründungsmitglied, Max-Planck-Institut für molekulare Zellbiologie und Genetik (MPI-CBG), Dresden
  • 1991-1997 Leiter, Forschungsgruppe „Cell Biology and Biophysics“, Europäisches Laboratorium für Molekularbiologie (EMBL), Heidelberg
  • 1989-1991 Wissenschaftlicher Mitarbeiter, EMBL, Heidelberg
  • 1985-1991 Postdoktorand, EMBL, Heidelberg
  • 1983-1985 Postdoktorand, Institut Jacques Monod, Université Paris Cité, Paris, Frankreich
  • 1982 Promotion in Biologie, University of Trieste, Triest, Italien

  • seit 2022 Mitglied, Wissenschaftlicher Beirat, Cell Biology and Cancer Department, Institut Curie, Paris, Frankreich
  • seit 2013 Vorsitz, Italian Scholarship Advisory Committee, Giovanni Armenise Harvard Foundation, Boston, USA
  • seit 2012 Gutachter, verschiedene Grant Review Panels, European Research Council (ERC)
  • seit 2010 Mitglied, Editorial Board, Cellular Logistics (CL)
  • seit 2010 Mitglied, Advisory Editorial Board, Molecular Systems Biology
  • seit 2007 Mitglied, Italian Scholarship Advisory Committee, Giovanni Armenise Harvard Foundation, Boston, USA
  • seit 2005 Mitglied, Editorial Board, Traffic
  • 2003 Mitglied, Alumni Association Board, EMBL
  • seit 1998 Mitglied, Editorial Board, Journal of Cell Biology (JCB)
  • seit 1996 Mitglied, European Molecular Biology Organization (EMBO), Heidelberg

  • 2021-2024 Co-Koordinator, Teilprojekt „DEEP-HCC“, Projekt „LiSyM-Cancer Liver Systems Medicine against Cancer“, Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
  • 2020-2024 Co-Principal Investigator, Projekt „Self-organization and biomechanical properties of the endosomal membrane (RGP0019/2020)“, Human Frontier Science Program (HFSP), Straßburg, Frankreich
  • 2014-2022 Leiter, Teilprojekt „Synthetische Endosomen“, Transregio (TRR) 83, Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

  • seit 2024 Mitglied, Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina
  • seit 2021 Mitglied, American Academy of Arts and Sciences, USA
  • seit 2019 Mitglied, Istituto Veneto di Scienze, Lettere ed Arti, Venedig, Italien
  • 2019 Fritz Lipmann Honorary Lecture, Award, Gesellschaft für Biochemie und Molekularbiologie (GBM), Frankfurt am Main
  • 2006 Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis, DFG
  • 1999 Chiara D’Onofrio-Preis, Fondazione Chiara D’Onofrio, Livorno, Italien sowie The Italian Society of Biophysics and Molecular Biology (SIBBM), Rom, Italien
  • 1994 FEBS-Anniversary Prize, GEM und The Federation of European Biochemical Societies (FEBS), Frankfurt am Main

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