Prof. Dr. Otto L. Lange (✝︎)
- Fachbereich Organismische und Evolutionäre Biologie
- Ort Würzburg, Deutschland
- Wahljahr 1972
Forschung
Otto L. Lange arbeitete schwerpunktmäßig auf dem Gebiet der Ökophysiologie der Pflanzen: Hitze- und Trockenresistenz; photosynthetische Primärproduktion und Wasserhaushalt von Wild- und Kulturpflanze vor allem unter ariden Bedingungen (z.B. in der Negev-Wüste); interne und externe Kontrolle des stomatären Diffusionswiderstandes; Wirkung anthropogener Luftverunreinigungen.
In der letzten Zeit beschäftigte er sich vornehmlich mit Stoffproduktion und Wasserhaushalt von Flechten an ihren verschiedenen Standorten. Er entwickelte Messinstrumente zur Erfassung von Transpiration und CO2-Gaswechsel an höheren Pflanzen und Flechten im Freiland und unter kontrollierten Bedingungen.
In der letzten Zeit beschäftigte er sich vornehmlich mit Stoffproduktion und Wasserhaushalt von Flechten an ihren verschiedenen Standorten. Er entwickelte Messinstrumente zur Erfassung von Transpiration und CO2-Gaswechsel an höheren Pflanzen und Flechten im Freiland und unter kontrollierten Bedingungen.
Werdegang
- 1992 Professor Emeritus
- 1967-1992 Ordentlicher Professor, Lehrstuhl für Botanik II; Direktor des Botanischen Gartens, Universität Würzburg
- 1963-1967 Ordentlicher Professor, Lehrstuhl für Forstliche Botanik und Technische Mykologie; Direktor des Forstbotanischen Gartens, Forstliche Fakultät der Universität Göttingen (in Hann. Münden)
- 1961-1963 Wissenschaftlicher Rat und Dozent, Technische Hochschule Darmstadt
- 1953-1961 Wissenschaftlicher Assistent, Universität Göttingen
- 1959 Habilitation für das Fach Botanik, Universität Göttingen
- 1952 Promotion, Universität Göttingen
- 1946-1952 Studium der Biologie, Chemie, Physik an den Universitäten Göttingen und Freiburg
Projekte
- 1989-1991 Sprecher des DFG-Sonderforschungsbereiches 251 der Universität Würzburg „Ökologie, Physiologie und Biochemie pflanzlicher Leistung unter Stress“
- 1987-1990 Chairman des „Arid Ecosystems Research Center” of the Hebrew University Jerusalem (Israel)
- 1982-1989 Gründungs- und Beiratsmitglied der „Bayerischen Forschungsgruppe Forsttoxikologie“ des Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus
- 1981-1988 Sprecher DFG-Forschergruppe „Ökophysiologie“ der Universität Würzburg
Auszeichungen und Mitgliedschaften
- 2015 Cothenius-Medaille der Leopoldina
- 2007 Eminent Ecologist Award der Ecological Society of America
- 2002 Ehrenmitglied der Deutschen Botanischen Gesellschaft
- 2001 Doctor honoris causa der Technischen Universität Darmstadt
- 1996 Doctor honoris causa der Technischen Universität Lissabon, Portugal
- 1995 Ehrendoktor der Fakultät für Biologie, Chemie und Erdwissenschaften der Universität Bayreuth
- 1994 Foreign honorary member, der American Academy of Arts and Sciences, Boston, USA
- 1993 Ehrenmitglied der Gesellschaft für Ökologie
- 1992 Acharius-Medaille der International Association for Lichenology
- 1992 Ehrenmitglied der Gesellschaft für Mykologie und Lichenology
- 1991 Ehrenmitglied der British Lichen Society
- 1991 Bayerischer Maximiliansorden für Wissenschaft und Kunst in der Abteilung für Wissenschaft
- 1991 Academia Scientiarum et Artium Europaea, Salzburg, Österreich
- 1990 Adalbert-Seifriz-Preis für Technologietransfer (Stuttgart), gemeinsam mit Elektromeister Heinz Walz, Effeltrich
- 1989 Academia Europaea, London, UK
- 1988 Ehrenmitglied Regensburgische Botanische Gesellschaft
- 1988 Balzan-Preis für Angewandte Botanik einschließlich Ökologie (applied botany Including ecology) gemeinsam mit Prof. Dr. M. Evenari, Hebrew University Jerusalem, Israel
- 1986 Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft, gemeinsam mit Prof. Dr. U. Heber, Würzburg
- 1984 Bundesverdienstkreuz I. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland
- 1978 Bayerische Akademie der Wissenschaften
- 1978 Mitglied der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen
- 1974 Antarctic Service Medal der Regierung der Vereinigten Staaten
- 1972 Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina
- 1967 Das United States Board on Geographical Names benennt einen 2.435 m hohen Berg in der Admiralty Range, Süd-Victorialand, Antarktis, als "Lange Peak" in Anerkennung der Forschungen zur Flechten-Ökologie an der amerikanischen Hallet Station, Süd Victorialand