Nachricht Drei Leopoldina-Mitglieder werden mit dem Leibniz-Preis 2017 ausgezeichnet

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Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat heute die Leibniz-Preisträger 2017 bekannt gegeben. Unter den zehn ausgezeichneten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sind drei Mitglieder der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina: Ralph Hertwig, Karl-Peter Hopfner und Jörg Vogel. Die Leibniz-Preise sind mit je 2,5 Millionen Euro für kommende Forschungsarbeiten dotiert und werden am 15. März 2017 in Berlin verliehen.

Prof. Dr. Ralph Hertwig (Jahrgang 1963) wird für seine Forschung über die Psychologie des menschlichen Urteilens und Entscheidens mit dem Leibniz-Preis 2017 ausgezeichnet. Hertwig hat wichtige Beiträge zur Beantwortung der Frage geleistet, wie Menschen Entscheidungen treffen, wenn Zeit begrenzt, Informationen unzuverlässig und die Zukunft unsicher ist. Der Schwerpunkt seiner Arbeit besteht in der Analyse begrenzt rationaler Strategien („Heuristiken“), mit denen Menschen unter diesen Bedingungen Entscheidungen treffen. Ralph Hertwig ist seit 2012 Direktor am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung Berlin. Seit 2009 ist er Mitglied der Leopoldina in der Sektion Psychologie und Kognitionswissenschaften. Prof. Dr. Karl-Peter Hopfner (Jahrgang 1968) wird mit dem Leibniz-Preis für seine wissenschaftlichen Beiträge auf dem Gebiet der RNA-Reparatur und der zellulären Erkennung fremder Nukleinsäuren geehrt. Der Biologe und Biochemiker widmet sich zudem DNA-Doppelstrangbrüchen, die zu den gefährlichsten Schäden am Erbgut gehören. Hopfner und sein Team konnten zentrale Mechanismen der Erkennung und Reparatur von Doppelstrangbrüchen aufklären. Er hofft dadurch wichtige Erkenntnisse für die Krebstherapie zu gewinnen. Hopfner  ist seit 2007 ordentlicher Professor am Genzentrum der Ludwig-Maximilians-Universität in München. Er ist seit 2014 Mitglied der Leopoldina in der Sektion Biochemie und Biophysik. Prof. Dr. Jörg Vogel (Jahrgang 1967) wird für seine herausragenden Beiträge zur RNA-Biologie mit dem Leibniz-Preis 2017 geehrt. Kernfragen seiner Forschung sind: Wie und weshalb werden RNA-Moleküle für die Genregulation im Verlauf von Infektionsprozessen genutzt? Wie viele nichtkodierende RNA-Moleküle gibt es in bakteriellen Erregern und im infizierten Wirt? Jörg Vogel trug entscheidend zu den ersten genomweiten Kartierungen von kleinen RNA-Molekülen bei und beschrieb neue molekulare Mechanismen, mit denen RNA-Moleküle die Proteinbiosynthese und den Abbau von zellulären Transkripten regulieren. Zugleich hat er die Anwendung von Hochdurchsatzsequenzierung vorangetrieben, um damit die Genstruktur und RNA-Moleküle verschiedener Organismen möglichst umfassend zu beschreiben. Jörg Vogel ist seit 2009 Professor und Direktor des Instituts für Molekulare Infektionsbiologie der Universität Würzburg. Seit 2013 ist er Mitglied der Leopoldina in der Sektion Mikrobiologie und Immunologie.Nächste Nachricht Zurück

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