Nachricht Festakt zu 60 Jahren diplomatische Beziehungen zwischen Deutschland und Israel

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In diesem Jahr begehen die Bundesrepublik Deutschland und der Staat Israel das 60-jährige Jubiläum ihrer diplomatischen Beziehungen. Eine besondere Bedeutung kommt dabei den wissenschaftlichen und kulturellen Kontakten zu, die Wegbereiter der offiziellen Beziehungen waren. Zur Feier des Jubiläums fand an der Leopoldina am 26. Mai 2025 ein Festakt statt.

Gemeinsam mit der Staatskanzlei und dem Ministerium für Kultur des Landes Sachsen-Anhalt hat die Leopoldina am 26. Mai 2025 in ihrem Hauptgebäude in Halle (Saale) einen Festakt zu 60 Jahren diplomatische Beziehungen zwischen Deutschland und Israel ausgerichtet. An der Feierlichkeit nahmen u. a. der israelische Botschafter Ron Prosor, Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff, David Harel, der Präsident der Israel Academy of Sciences and Humanities, und Leopoldina-Präsidentin Bettina Rockenbach teil.

In ihrer Eröffnungsrede würdigte Bettina Rockenbach die besondere Qualität der wissenschaftlichen Kooperationen, die sich zwischen deutschen und israelischen Forschenden entwickelt hat: „Unsere Zusammenarbeit gilt es weiter zu schützen und zu stärken – nicht nur im Sinne einer strategischen Partnerschaft, sondern auch im Sinne der Geschichte unserer Länder und für eine einzigartige Freundschaft.“

Auch Ministerpräsident Haseloff wies in seiner Ansprache auf eine enge Verbundenheit hin: „Viele mutige und entschlossene Menschen haben in den letzten Jahrzehnten zum Aufbau und zur Festigung der deutsch-israelischen Beziehungen beigetragen. Zweifellos handelt es sich um eine außergewöhnliche Erfolgsgeschichte. Über die Jahre haben sich enge Partnerschaften entwickelt.“

Nach den Erfahrungen der Shoa haben Wissenschaft und Kultur entscheidend dazu beigetragen, dass Israel und Deutschland diplomatische Beziehungen aufnehmen konnten. Bereits in den 50er-Jahren knüpften Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler beider Länder informelle Netzwerke. Der Physiker und spätere Nobelpreisträger Hans Jensen hielt 1957 als erster deutscher Wissenschaftler nach dem Zweiten Weltkrieg eine Vorlesung am Weizmann-Institut für Wissenschaften Israel. Eine erste Delegationsreise von Wissenschaftlern der Max-Planck-Gesellschaft folgte im Jahr 1959.

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