Paul Julian Weindling gilt international als herausragender Forscher zur Wissenschafts- und Medizingeschichte im Nationalsozialismus. Seit Ende der 1980er Jahre legt der Brite grundlegende Studien zur Entstehung der Eugenik als wissenschaftlich legitimierte Rassenhygiene im NS-Staat vor. Mit seinen Untersuchungen zum Nürnberger Ärzteprozess greift Weindling auch die Perspektive der Opfer auf und arbeitet deren Beitrag zur historischen Rekonstruktion wie auch der Strafverfolgung der NS-Menschenforschung heraus. Weindling ist seit 2014 Mitglied der Leopoldina.
Der Anneliese-Maier-Forschungspreis wurde gestern an insgesamt elf Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vergeben. Die Förderung durch den Preis soll die Internationalisierung der Geistes- und Sozialwissenschaften in Deutschland voranbringen und wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung finanziert.
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