Das Stipendium ist für Promovierende mit 2.000 Euro und für Postdocs mit 2.500 Euro monatlich dotiert und kann für die Dauer von bis zu vier Monaten verliehen werden. Im Rahmen dieses Forschungsaufenthalts stehen die Bestände von Bibliothek und Archiv der Leopoldina sowie der lokal und regional einschlägigen Bibliotheken und Archive zur Verfügung. Arbeitsort während der Förderungsdauer ist das Zentrum für Wissenschaftsforschung in Halle (Saale). Es bietet die notwendige Umgebung für die Arbeiten der Stipendiaten und ermöglicht den Austausch mit anderen laufenden Forschungsprojekten und mit Mitgliedern der Leopoldina.
Die Ausschreibung richtet sich an Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler (Promovierende und Postdocs, bis zu 6 Jahre nach Abschluss der Promotion), die im Bereich der Wissenschaftsgeschichte, im engeren wie im weiteren Sinne, wissenschaftlich tätig sind. Auf spezifische Disziplinen oder methodische Zugänge ist sie nicht beschränkt. Bewerbungen müssen bis zum 12. Dezember 2025 beim Zentrum für Wissenschaftsforschung der Leopoldina eingegangen sein.
Der Leopoldina Akademie Freundeskreis e. V. fördert seit 2016 das Johann-Lorenz-Bausch-Stipendium. Namensgeber des Stipendiums ist der Mediziner Johann Lorenz Bausch (1605-1665). Er gründete zusammen mit Johann M. Fehr, Georg B. Metzger und Georg B. Wohlfahrt am 1. Januar 1652 in Schweinfurt die Academia naturae curiosorum, die heutige Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina — Nationale Akademie der Wissenschaften. Zugleich war er bis zu seinem Lebensende deren erster Präsident.