Im ersten Teil des Symposiums wird die Monografie von Rüdiger vom Bruch präsentiert. Eine Besprechung des Bandes nimmt die Zeithistorikerin Prof. Dr. Bettina Wahrig (Braunschweig) vor. Mit Vorträgen zur Geschichte der Heidelberger Akademie (Prof. Dr. Udo Wennemuth, Karlsruhe) und der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (Prof. Dr. Johannes Feichtinger, Wien) werden die Befunde der Arbeitsgruppe zudem in einen größeren Zusammenhang europäischer akademiengeschichtlicher Forschung gestellt. Im zweiten Teil des Symposiums werden zwei Mitglieder der Leopoldina neue akademiengeschichtliche Forschungsprojekte vorstellen, die am Leopoldina-Studienzentrum koordiniert werden. Die Projektbearbeiter erforschen im internationalen Vergleich die Rolle europäischer Akademien während des ersten Weltkriegs und das Engagement von Leopoldina-Mitgliedern in der NS-Diktatur (Prof. Dr. Wolfgang U. Eckart, Heidelberg). Ein von Prof. Dr. Paul J. Weindling (Oxford) geleitetes Forschungsprojekt befasst sich mit den Opfern nationalsozialistischer Zwangsforschung im Nationalsozialismus und der Wiederherstellung ihrer Identitäten. Das Vorhaben wird aus Mitteln des Anneliese-Maier-Forschungspreises der Alexander-von-Humboldt-Stiftung gefördert.Nächste Nachricht Zurück
Nachricht Leopoldina beleuchtet ihre Geschichte
Mit einem Symposium stellt die Leopoldina heute in Halle (Saale) den im Februar erschienenen Band „Die Leopoldina: Die Deutsche Akademie der Naturforscher zwischen Kaiserreich und früher DDR“ vor. Die Autoren um Projektleiter Prof. Dr. Rüdiger vom Bruch, Zeithistoriker an der Humboldt-Universität zu Berlin, legen mit dem Buch eine Bewertung der Geschichte der Leopoldina in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts vor. Zudem informiert die Akademie in dem Symposium über weitere wissenschaftshistorische Vorhaben der Leopoldina zur Erforschung der Akademiegeschichte.