Volker ter Meulen ist Mediziner. Er forschte vor allem zur Pathogenese und Immunreaktion von viralen Infektionen des Zentralnervensystems. Dabei befasste er sich neben Coronaviren vor allem mit Masernviren. Von 2003 bis 2010 war ter Meulen Präsident der Leopoldina. In seiner Amtszeit wurde die Arbeit der Leopoldina in internationalen Gremien intensiviert und vermehrt Stellungnahmen für Politik und Gesellschaft publiziert. Diese Aktivitäten trugen wesentlich dazu bei, dass die Leopoldina 2008 von der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz zur Nationalen Akademie der Wissenschaften Deutschlands ernannt wurde. Während seiner Amtszeit und darüber hinaus engagierte sich ter Meulen aktiv in internationalen Akademienetzwerken. So war er von 2007 bis 2010 Vorsitzender des European Academies Science Advisory Council (EASAC), von 2013 bis 2017 einer der Vorsitzenden des Inter Academy Panel (IAP) und von 2017 bis 2021 Präsident dieses Netzwerks.
Für seine Leistungen wurde ter Meulen mit dem Großen Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland (2008) und dem Verdienstorden des Landes Sachsen-Anhalt (2018) ausgezeichnet. Seit 1984 ist er Mitglied der Leopoldina in der Sektion Mikrobiologie und Immunologie. 2010 erhielt er die Ehrenmitgliedschaft.
Bei dem Symposium sprechen unter anderen Leopoldina-Präsident Gerald Haug, Ernst-Ludwig Winnacker, Präsident a. D. der Deutschen Forschungsgemeinschaft, Annette Schavan, Bundesministerin für Bildung und Forschung a. D., Robbert Dijkgraaf, Minister für Bildung, Kultur und Wissenschaft der Niederlande, und Joachim von Braun, Präsident der Päpstlichen Akademie der Wissenschaften. Die Moderation übernimmt Wilhelm Krull, ehemaliger Generalsekretär der VolkswagenStiftung.