Prof. Dr. Volker ter Meulen
XXV. Präsident der Leopoldina (2003-2010)
- Fachbereich Mikrobiologie und Immunologie
- Ort Würzburg, Deutschland
- Wahljahr 1984
Forschung
Forschungsschwerpunkte: Pathogenese und Immunreaktion von viralen Infektionen des Zentralnervensystems, Masernviren
Volker ter Meulen ist Mediziner. Er forschte vor allem zur Pathogenese und Immunreaktion von viralen Infektionen des Zentralnervensystems. Dabei befasste er sich neben Coronaviren vor allem mit Masernviren.
Ter Meulen identifizierte den Masernerreger als Urheber der Subakuten Sklerosierenden Panenzephalitis (SSPE) und der Einschlusskörperchen-Enzephalitis (MIBE). Er entwickelte ein Rattenmodell zum Studium viraler Entzündungserkrankungen des Nervensystems und wies durch seine Untersuchungen erstmals nach, dass Viren Autoimmunerkrankungen auslösen können.
Unter seiner Führung wurde die Arbeit der Leopoldina in internationalen Gremien intensiviert und vermehrt Stellungnahmen für Politik und Gesellschaft publiziert. Diese Aktivitäten trugen wesentlich dazu bei, dass die Leopoldina 2008 von der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz zur Nationalen Akademie der Wissenschaften Deutschlands ernannt wurde.
Volker ter Meulen ist Mediziner. Er forschte vor allem zur Pathogenese und Immunreaktion von viralen Infektionen des Zentralnervensystems. Dabei befasste er sich neben Coronaviren vor allem mit Masernviren.
Ter Meulen identifizierte den Masernerreger als Urheber der Subakuten Sklerosierenden Panenzephalitis (SSPE) und der Einschlusskörperchen-Enzephalitis (MIBE). Er entwickelte ein Rattenmodell zum Studium viraler Entzündungserkrankungen des Nervensystems und wies durch seine Untersuchungen erstmals nach, dass Viren Autoimmunerkrankungen auslösen können.
Unter seiner Führung wurde die Arbeit der Leopoldina in internationalen Gremien intensiviert und vermehrt Stellungnahmen für Politik und Gesellschaft publiziert. Diese Aktivitäten trugen wesentlich dazu bei, dass die Leopoldina 2008 von der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz zur Nationalen Akademie der Wissenschaften Deutschlands ernannt wurde.
Werdegang
- seit 2013 Co-Chair des InterAcademy Panel (IAP)
- seit 2010 Altpräsident der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina – Nationale Akademie der Wissenschaften
- 2007-2010 Präsident des European Academies Science Advisory Council (EASAC)
- 2003-2010 Präsident der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina
- 1975-2003 Vorstand des Instituts für Virologie und Immunbiologie der Universität Würzburg
- 1971-1975 Abteilungsleiter für klinische Virologie am Institut für Virologie und Immunbiologie der Universität Würzburg
- 1969-1970 Forschungsaufenthalt am Wistar Institute for Anatomy and Biology, Philadelphia, und Viral and Rickettsial Disease Laboratory, Department of Public Health, Berkeley, Ca., USA
- 1968 Verleihung der Venia legendi für Kinderheilkunde und klinische Virologie
- 1966-1971 Ausbildung zum Facharzt für Kinderheilkunde an der Universitäts-Kinderklinik, Göttingen
- 1963-1965 Department of Virology, Children’s Hospital of Philadelphia, USA
- 1961-1963 Medizinalassistentenzeit in der Gynäkologie, Chirurgie, Inneren Medizin und Dermatologie
- 1960 Promotion zum Dr. med., Universität Göttingen
- 1955-1960 Medizinstudium an den Universitäten Münster, Innsbruck, Kiel, Göttingen
Auszeichungen und Mitgliedschaften
- 2018 Ehrensenator der Universität Würzburg
- 2018 Ehrendoktorwürde der Charité – Universitätsmedizin Berlin
- 2018 Verdienstorden des Landes Sachsen-Anhalt
- 2011 Ehrenmitgliedschaft der deutschen Gesellschaft für Virologie
- 2010 Ehrenmitgliedschaft der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina
- 2009 Robert Koch-Medaille in Gold
- 2008 Großes Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland
- 2008 Ehrenpromotion, Universität Freiburg
- 2008 Ehrenmitgliedschaft der Society for General Microbiology
- 2006 Bene Merenti in Gold, Universität Würzburg
- 2006 Bayerischer Maximiliansorden für Wissenschaft und Kunst
- 2003 Pro Meritis Scientiae et Litterarum verliehen durch das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst
- 2003 Ernst Jung-Medaille für Medizin in Gold
- 2002 Ehrenmitglied der Società Italiana di Virologia
- 2000 Emil-von-Behring-Preis
- 2000 Pioneer Award der International Society of NeuroVirology
- 2000 Bayerischer Verdienstorden
- 1994 Dr. Robert Pfleger-Preis
- 1992 Max-Planck-Forschungspreis
- 1992 Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland
- 1985 Aronson-Preis des Senats Berlin