Parthier gelang es während seiner Amtszeit, die Struktur und Arbeitsweise der Leopoldina den Erfordernissen der Wissenschaft anzupassen und die Leopoldina im gesamtdeutschen Wissenschaftssystem auf eine völlig neue Aufgabe auszurichten. Dazu gehörte die Neuordnung der Sektionen und des Senates, die Änderung der Wahlordnung, die zu einer Verjüngung der Mitgliedschaft führte, und die interdisziplinäre Abrundung des Fächerspektrums der Akademie.
Parthier studierte Biologie an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, wurde ebendort 1961 promoviert und war seit 1975 Professor für Molekularbiologie an der Akademie der Wissenschaften der DDR. Von 1991 bis 1997 war er Mitglied des Wissenschaftsrates und nahm eine Mittlerrolle zwischen Wissenschaft und Politik der alten und neuen Bundesländer ein.
Aufgrund seiner großen Verdienste um Wissenschaft und Akademie ehrt die Leopoldina Benno Parthier mit einem Festkolloquium.