Jürgen Knoblich ist ein deutscher Molekularbiologe, der das komplexeste aller Organe, das menschliche Gehirn, erforscht. Ihm und seinem Team ist es gelungen, weltweit erstmals ein Hirnorganoid in vitro herzustellen. Hirnorganoide ermöglichen es, Grundlagen der menschlichen Hirnentwicklung nachzuvollziehen und neurologische Entwicklungsstörungen wie Autismus und Parkinson ohne Tierversuche zu untersuchen.
Zuvor überreicht Leopoldina-Präsidentin Prof. Dr. Bettina Rockenbach um 17:00 Uhr Akademie-Mitgliedern der Klasse II – Lebenswissenschaften ihre Urkunden.
Zudem erhält die Biochemikerin Prof. Dr. Elly Tanaka die Schleiden-Medaille 2025 für ihre wegweisenden Erkenntnisse auf dem Gebiet der Regenerationsbiologie. Die Schleiden-Medaille ist nach dem Akademie-Mitglied Matthias Jacob Schleiden (1804–1881) benannt. Der Botaniker ist Mitbegründer der Zelltheorie. Die Medaille wird seit 1955 von der Leopoldina für hervorragende Erkenntnisse auf dem Gebiet der Zellbiologie vergeben.
Am Folgetag der Leopoldina-Vorlesung, am Donnerstag, 10. April veranstaltet die Klasse II – Lebenswissenschaften ein Fachsymposium, bei dem die neuen Mitglieder der Klasse ihre Arbeit vorstellen. Die Themen der Vorträge reichen von der Genomregulierung während der Embryonalentwicklung über die Prinzipien der Enzymkatalyse und –regulation bis hin zur Anwendung von CRISPR/Cas in der Pflanzenzüchtung. Das Symposium findet in englischer Sprache statt und ist kostenlos.