Nicola Fuchs-Schündeln ist eine der einflussreichsten Ökonominnen im deutschsprachigen Raum. Ihre Forschungsarbeiten zur Einkommensverteilung, zur Erwerbstätigkeit von Frauen sowie zur Herausbildung ökonomischer und politischer Präferenzen liefern wertvolle Impulse für die öffentliche Diskussion. „Ihre Forschung verbindet wissenschaftliche Exzellenz mit gesellschaftlicher Relevanz und prägt den wirtschaftspolitischen Diskurs weit über den akademischen Raum hinaus“, so der Verein für Socialpolitik.
Nach dem Studium der Volkswirtschaftslehre und der Regionalwissenschaften/Lateinamerika an der Universität zu Köln promovierte Nicola Fuchs-Schündeln 2004 im Fach Economics an der Yale University in New Haven/USA. Anschließend war sie als Assistenzprofessorin an der Harvard University in Cambridge/USA sowie als Gastprofessorin an der Stanford University in Palo Alto/USA, der University of New South Wales in Sydney/Australien und der Columbia University in New York/USA tätig. Seit 2009 ist sie Professorin für Makroökonomie und Entwicklung an der Goethe-Universität in Frankfurt am Main und seit 2024 Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung (WZB).
Nicola Fuchs-Schündeln wurde bereits mehrfach für ihre Forschung ausgezeichnet, darunter 2018 mit dem Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Zudem erhielt sie 2010 einen Starting Grant und 2018 einen Consolidator Grant des European Research Council (ERC).
Der Gustav-Stolper-Preis des Vereins für Socialpolitik wird an herausragende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vergeben, die mit ihrer wirtschaftswissenschaftlichen Forschung die öffentliche Diskussion prägen. Ausgezeichnet werden Personen, die wichtige Beiträge zum Verständnis und zur Lösung ökonomischer Probleme im internationalen Vergleich geleistet haben. Der Preis ist benannt nach dem Ökonomen Gustav Stolper (1888 - 1947). Er ist mit einem Preisgeld von 5.000 Euro dotiert.