Die Coronavirus-Pandemie verdeutlichte die großen Unterschiede zwischen Ländern des Globalen Südens und Nordens bei der Bekämpfung von Infektionskrankheiten bezüglich des Zugangs zu Diagnostika, Impfstoffen und Therapien. Zugleich führte die Konzentration auf Covid-19 zu einer Verringerung der Kontrollmaßnahmen bei HIV/AIDS, Tuberkulose und Malaria – und somit zu einem deutlichen Anstieg der Infektionen und Todesfälle bei diesen Erkrankungen. Wie zukünftig eine international gleichberechtigte Pandemievorsorge umgesetzt werden kann, diskutieren unter anderen die Mikrobiologin Ndeye Coumba Toure Kane von der Université du Sine Saloum El-Hádj Ibrahima in Kaolack/Senegal, die Pädiaterin Workeabeba Abebe Taye von der Addis Ababa University/Äthiopien, der Leiter der Unterabteilung Gesundheitssicherheit im Bundesgesundheitsministerium Heiko Rottmann-Großner, der Epidemiologe Prof. Salim Abdool Karim, Direktor des Zentrums für das AIDS-Forschungsprogramm (CAPRISA) in Durban/Südafrika, sowie Morena Makhoana, der Geschäftsführer des südafrikanischen Impfstoffherstellers Biovac.
Die Veranstaltung wird von der Infektionsepidemiologin Quarraisha Abdool Karim (ASSAf) und dem Immunologen und Leopoldina-Mitglied Stefan H. E. Kaufmann moderiert und wissenschaftlich koordiniert.
Der öffentliche Roundtable richtet sich an alle Interessierten und findet in englischer Sprache mit Simultanübersetzung ins Deutsche statt. Die Teilnahme ist kostenfrei. Eine Anmeldung bis Freitag, 19. Mai 2023, ist erforderlich.
Der öffentliche Roundtable ist Teil des Workshops „Infectious Diseases beyond COVID-19“, der vierte Teil einer Workshop-Reihe zu Infektionskrankheiten für Postdoc-Forschende aus Afrika und Europa, die ASSAf und Leopoldina 2016 ins Leben gerufen haben.