Nach einer Einführung durch den Vorsitzenden des Gemeinsamen Ausschusses Thomas Lengauer und den Neurologen Philipp Kellmeyer werden Fortschritte bei der Anwendung von Neurotechnologien wie Brain-Computer-Interfaces und KI-geleitete therapeutische Hirnstimulation vorgestellt.
Im Anschluss werden ethische und rechtliche Fragen diskutiert. So spricht die Rechtswissenschaftlerin Fruzsina Molnár-Gábor über Datenschutz, der Rechtswissenschaftler Christoph Bublitz über die Gedankenfreiheit und der Politikwissenschaftler Christopher Coenen über militärische und polizeiliche Nutzungsmöglichkeiten von Neurotechnologie. Zudem werden konkrete Missbrauchsszenarien angesprochen.
Eine abschließende Podiumsdiskussion widmet sich möglichen ethischen Leitplanken, um Missbrauchsrisiken von Neurotechnologien vorzubeugen. Es diskutieren unter anderem die Völkerrechtlerin Silja Vöneky und die Medizinerin, Vorsitzende des Gemeinsamen Ausschusses und DFG-Vizepräsidentin Britta Siegmund.
Der Gemeinsame Ausschuss zum Umgang mit sicherheitsrelevanter Forschung ist ein von DFG und Leopoldina eingerichtetes Gremium, das das Bewusstsein für die doppelte Verwendbarkeit (Dual Use) von Forschungsergebnissen, den verantwortungsvollen Umgang mit sicherheitsrelevanter Forschung und die diesbezügliche Selbstregulierung der Wissenschaften nachhaltig stärken soll. Der Ausschuss unterstützt die Umsetzung der entsprechenden Empfehlungen von DFG und Leopoldina zu „Wissenschaftsfreiheit und Wissenschaftsverantwortung“. Hierzu gehören insbesondere die Etablierung und Arbeit von lokalen Kommissionen für Ethik sicherheitsrelevanter Forschung an den deutschen Forschungsinstitutionen.