Svante Pääbo ist ein schwedischer Molekularbiologe und Paläogenetiker. Er gilt als Begründer der Paläogenetik, die genetische Proben fossiler und historischer Überreste analysiert. Er entwickelte Analysetechniken, mit denen er unter anderem das Genom des Neandertalers entschlüsseln konnte. Pääbo ermittelte den Anteil von Genen von Neandertalern und anderer ausgestorbener Hominiden im Erbgut des heutigen Menschen. Hierfür wurde er 2022 mit dem Nobelpreis für Physiologie oder Medizin geehrt. Seit 1997 lebt Pääbo in Leipzig und ist Direktor am Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie. Svante Pääbo arbeitet seit 1999 als Honorarprofessor an der Universität Leipzig im Lehrbereich Genetik und evolutionäre Biologie. Seit 2001 ist er Mitglied der Leopoldina in der Sektion Humangenetik und Molekulare Medizin. Schon vor Erhalt des Nobelpreises für Physiologie oder Medizin wurde Pääbo für seine Forschung vielfach ausgezeichnet, etwa mit dem Körber-Preis für die Europäische Wissenschaft 2018, dem Dan-Davids-Preis 2017 oder dem Breakthrough Prize 2016 in Life Sciences. Das Karolinska Institut (Stockholm/Schweden) verlieh ihm 2012 die Ehrendoktorwürde. 2009 zeichnete die Leopoldina Pääbo mit der Darwin-Plakette der Leopoldina für seine Arbeit auf dem Gebiet der Evolutionsforschung und Genetik aus.
Video Über die Neandertaler und wie sie in uns weiterleben
Aufzeichnung der Leopoldina-Weihnachtsvorlesung mit Nobelpreisträger Svante Pääbo ML, 13. Dezember 2024, Festsaal der Leopoldina in Halle (Saale)
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