Antje Boetius erhält den Weizsäcker-Preis 2022 für ihren langjährigen Einsatz in der Erforschung der Tiefsee und deren Einfluss auf Stoffkreisläufe, Lebensvielfalt und das weltweite Klimageschehen. Thomas Krieg, Vizepräsident der Leopoldina und Sprecher der Preiskommission, wird die Laudatio auf die Preisträgerin halten. In der sich anschließenden Weihnachtsvorlesung gibt Boetius, Direktorin des Alfred-Wegener-Instituts, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung, Einblicke in ihre Forschungsarbeit zum „Leben im Ozean“.
Im Jahr 2021 wurde ein Carl-Friedrich-von-Weizsäcker-Sonderpreis vergeben, der pandemiebedingt noch nicht überreicht werden konnte. Der Preisträger Christoph Huber wird für seinen Einsatz für Krebsimmuntherapie in Grundlagenforschung und Translation ausgezeichnet, deren Ergebnisse auch die Entwicklung von mRNA-Impfstoffen begünstigt haben. Nobelpreisträgerin und Leopoldina-Mitglied Christiane Nüsslein-Volhard hält die Laudatio.
Der Carl-Friedrich-von-Weizsäcker-Preis ist der Wissenschaftspreis des Stifterverbandes und mit 50.000 Euro dotiert. Er wird gemeinsam mit der Leopoldina alle zwei Jahre an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler oder Forscherteams vergeben, die einen Beitrag zur wissenschaftlichen Bearbeitung gesellschaftlich wichtiger Probleme geleistet haben. 2021 gab es ihn als Sonderpreis außerhalb dieses Turnus.
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