Mitglied im Fokus Zahnmediziner Reinhard Hickel wird mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet

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Reinhard Hickel ist für seine wissenschaftlichen Leistungen in der Zahnheilkunde mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland geehrt worden. Markus Blume, Staatsminister für Wissenschaft und Kunst in Bayern, überreichte dem Direktor der Poliklinik für Zahnerhaltung und Parodontologie und der Kinderzahnklinik der Ludwig-Maximilians-Universität München die Auszeichnung in der bayerischen Landeshauptstadt. Seit 2014 ist Reinhard Hickel Mitglied der Leopoldina.

Für seine fast 50-jährige Forschungstätigkeit in der Zahnheilkunde wurde Reinhard Hickel mit dem Bundesverdienstkreuz geehrt. Er habe den Grundstein für Vorschläge und Konzepte für ein zeitgemäßes zahnmedizinisches Studium gelegt, heißt es in der Laudation. Darüber hinaus veröffentlichte Reinhard Hickel über 600 Publikationen über restaurative Zahnmedizin, Kinderzahnmedizin, Endodontologie und Parodontologie. Sein Forschungsschwerpunkt liegt auf der Charakterisierung von Zahnersatzmaterial, der Entwicklung von neuen Materialien und Verfahren für die minimal-invasive Zahnmedizin sowie von diagnostischen Systemen. Er leistete viele wichtige Beiträge zu Themen wie der Charakterisierung von restaurativen Materialien einschließlich Toxizität und Nebenwirkungen von Amalgam.

Reinhard Hickel begann 1975 sein Studium der Zahnmedizin, 1981 wurde er promoviert, 1988 habilitierte sich Hickel. Nach einem Jahr als Professor an der Zahn-Mund-Kiefer-Klinik des Universitätsklinikums Erlangen-Nürnberg folgte 1992 der Ruf an die Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München. Dort ist Reinhard Hickel seitdem Ordinarius und Direktor der Poliklinik für Zahnerhaltung und Parodontologie und der Kinderzahnklinik. Zudem wirkte er unter anderem von 2013 bis 2015 als Stellvertreter des Ärztlichen Direktors des Klinikums der LMU sowie von 2015 bis 2021 als Dekan der Medizinischen Fakultät. Dabei führte er nach dem Umbau der Zahnklinik ein Zentrum für Behindertenbehandlung in der Zahnmedizin ein. Zudem zielte sein Engagement darauf ab, die zahnmedizinische Ausbildung noch stärker mit der humanmedizinischen zu verschränken.

Der Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland wird in acht verschiedenen Stufen verliehen – das Verdienstkreuz am Bande gilt dabei als Erstauszeichnung. Hiermit soll die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf hervorragende Leistungen gelenkt werden, die für das Gemeinwesen von besonderer Bedeutung sind. Als einzige allgemeine Verdienstauszeichnung gilt der Verdienstorden als die höchste Anerkennung, die die Bundesrepublik für politische, wirtschaftlich-soziale und geistige Leistungen und alle besonderen Verdienste um die Bundesrepublik Deutschland vergibt.

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