Leopoldina-Kolleg
Chronische Erkrankungen, Energiewende, Molekularbiologie, Grüne Gentechnik, Künstliche Intelligenz: Diese Schlagworte lösen intensive Debatten aus. In diesen Diskursen ist die Stimme der Wissenschaft ebenso wie die Stimme der Medien gefragt. Das Leopoldina-Kolleg verbindet beide Seiten, es vermittelt Erkenntnisse der Wissenschaft und verdeutlicht die Perspektive von Medien – und schafft so die Möglichkeit, gemeinsam über Konsequenzen von Forschung zu diskutieren und über redaktionelle Berichterstattung zu reflektieren.
Zuletzt bearbeitet: 20. Mai 2026
Leopoldina-Kolleg 2026
Zum Kolleg sind Redakteurinnen und Redakteure aller Medien und aller Ressorts eingeladen, die sich mit wissenschaftlichen Themen und Persönlichkeiten aus der Forschung vertraut machen möchten. Dabei können auch Recherchen angebahnt, Netzwerke in der Forschungslandschaft aufgebaut sowie Kontakte untereinander geknüpft werden. Ebenso richtet sich das Kolleg an exzellente Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Sie können ihre neuesten Forschungsergebnisse vorstellen, deren Relevanz und Nutzen diskutieren und zugleich ihr Verständnis der Abläufe, Sichtweisen und Entscheidungen von Medien vertiefen.
Das Kolleg ist als mehrtägige Fortbildung angelegt und findet an renommierten Forschungsinstituten wie der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, am Karlsruher Institut für Technologie, am Alfred-Wegener-Institut für Meeresforschung Bremerhaven, am Leibniz-Institut für Kulturpflanzenzüchtung Gatersleben, am Forschungszentrum Jülich sowie am Hauptsitz der Leopoldina in Halle (Saale) statt. Im Mittelpunkt stehen Themen, zu denen Forschung aktuell grundlegend neue Erkenntnisse liefert und zu denen Medien nach Relevanz, Anwendung und Konsequenzen fragen. Dafür werden unterschiedliche Formate wie Unterhausdebatte, Impulsvorträge, Forschungsrundgänge, Diskussionsrunden sowie die Werkstatt angeboten.
Das Journalistenkolleg wurde gemeinsam mit der Robert Bosch Stiftung als „Tauchgänge in die Wissenschaft“ im Jahr 2012 ins Leben gerufen. Dabei wurden Themen wie Personalisierte Medizin, Landwirtschaft und Big Data behandelt. Nach dieser Förderung wurde das Kolleg als Leopoldina-Journalistenkolleg mit Unterstützung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) zu Genome Editing, Arbeitswelten der Zukunft, KI und Bioökonomie weitergeführt. Daneben lädt die Leopoldina seit 2014 zu Kollegs ein, die Themen der Nationalakademie wie Energiewende, Molekularbiologie, Fortpflanzungsmedizin und Klimawandel aufgreifen. Seit 2012 fanden rd. 35 Seminare mit rd. 500 Journalistinnen und Journalisten sowie rd. 370 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern statt.
Kontakt Daniela Weber