Leopoldina-Kolleg 2026
Das Leopoldina-Kolleg 2026 „Haben wir eine Chance gegen Adipositas?“ findet über zwei Tage hinweg von Freitag, 9. Oktober bis Samstag, 10. Oktober statt. Am ersten Tag startet das Seminar in Leipzig am Helmholtz-Institut für Metabolismus-, Adipositas- und Gefäßforschung (HI-MAG). Der zweite Tag ist an der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina in Halle (Saale) geplant.
Zuletzt bearbeitet: 20. Mai 2026
Weitere Informationen
- Leopoldina-Fokus „Prävention stärken & neue Therapieansätze nutzen: Wie lässt sich die Adipositas-Epidemie eindämmen?” (2026)
- Diskussionspapier „Übergewicht und Adipositas: Thesen und Empfehlungen zur Eindämmung der Epidemie” (2019)
- Arbeitsgruppe „Strategien zur Prävention und Therapie der Adipositas“
- Interview „Adipositas kann soziale Ungleichheit weiter verstärken“ (2026)
- Interview „Adipositas ist eine Gehirnerkrankung“ (2024)
Adipositas gehört zu den weit verbreiteten und komplexen chronischen Erkrankungen, die auch als Zivilisationskrankheiten gelten. Für Deutschland stuft die Deutsche Adipositas Gesellschaft ein Viertel der Erwachsenen und knapp sechs Prozent der Drei- bis 17-Jährigen als stark übergewichtig und somit als adipös ein. Und obwohl es eine Vielzahl an Erkenntnissen zu Ursachen, Prävention und Therapien gibt, gehen die Zahlen nicht zurück.
In diesem Kontext ist das Leipziger HI-MAG als Bindeglied zwischen Grundlagenforschung, Präklinik und Universitätsmedizin angesiedelt. Mit Prof. Dr. Antje Körner forscht hier eine führende Expertin für Adipositas im Kindesalter und mit Prof. Dr. Matthias Blüher ein führender Experte für die Funktion des Fettgewebes – und beide werden sich mit ihren Forschungsthemen und -ergebnisse in das Kolleg einbringen. Zudem öffnen vor Ort die Life Child Ambulanz und die Metabolischen Kammern ihre Türen. Hier können während des Kollegs zum einen Lebensverhältnisse, Umweltfaktoren und Erkrankungsrisiken im frühesten Kindesalter aufgezeigt werden und zum anderen kann die Messung des Energieumsatzes und des Stoffwechsels in klinischen Studien nachvollzogen werden.
An die Erkenntnisse am HI-MAG wird die Keynote- und Gesprächsrunde an der Leopoldina anschließen. In dieser steht die Frage im Mittelpunkt, warum die Häufigkeit von Adipositas trotz zahlreicher Strategien, Initiativen und Anstrengungen nicht zurückgeht. Unter anderem mit Prof. Dr. Iris Pigeot (Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie – BIPS, Bremen) geht es um regulatorische Möglichkeiten, die individuelle Veränderung von Lebensweisen und Prävention als Zusammenspiel unterschiedlichster Akteure.
Abschließend werden aktuelle Forschungsergebnisse vorgestellt, die neue Wege in Diagnostik und Therapie und vor allem in der Prävention weisen.
Kontakt Daniela Weber