Energiewende 2030
Der Klimawandel ist eine globale Herausforderung, die nur durch den weltweiten Aufbau eines klimaneutralen Energiesystems bewältigt werden kann. Die Corona-Pandemie macht deutlich, wie unmittelbar uns globale Krisen bedrohen können. Die in diesem Zusammenhang angestoßenen Konjunkturprogramme können aber auch Chancen eröffnen, den langfristigen Transformationsprozess in Richtung Treibhausgas-Neutralität zu unterstützen. Vor diesem Hintergrund bietet die anstehende EU-Ratspräsidentschaft Deutschlands die Gelegenheit, die Bemühungen im Klimaschutz in einem europäischen Kontext weiterzuentwickeln.
Zuletzt bearbeitet: 08. Dezember 2025
In der Europäischen Union gewinnt das Thema Klimaschutz mit dem Green Deal und dem Klimaschutzgesetz an Dynamik. Bis zum Jahr 2050 soll Europa treibhausgasneutral werden. Die Ad-hoc-Arbeitsgruppe „Energiewende 2030“ - eine gemeinsame Gruppe der Akademien auf Grundlage der seit 2013 bestehenden Akademien-Initiative „Energiesysteme der Zukunft (ESYS)“ - wird in ihrer Stellungnahme Handlungspfade für eine effektive und effiziente Klimaschutzpolitik im Energiebereich aufzeigen. Einige der Fragen, die die Arbeitsgruppe beantworten will, sind:
- Wie kann ein schneller und grundlegender Umbau des Energiesystems gelingen?
- Welche Maßnahmen sind nötig, damit dies trotz der Wirtschaftskrise infolge der Corona-Pandemie gelingen kann?
- Welche ökonomischen und regulatorischen Steuerungsmöglichkeiten bieten sich für eine erfolgreiche Klimapolitik und damit eine wirksame Reduktion der Klimagasemissionen an?
- Wie kann die deutsche und europäische Politik eine ambitionierte und wirksame Verpflichtung für den Klimaschutz eingehen?
Beteiligte Institutionen
- Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina (vertreten durch Prof. (ETHZ) Dr. Gerald Haug)
- Deutsche Akademie der Technikwissenschaften acatech (vertreten durch N.N.)
- Union der deutschen Akademien der Wissenschaften (vertreten durch Prof. Dr. Christoph Markschies)
Sprecher der Arbeitsgruppe
Mitglieder der Arbeitsgruppe
- Prof. Dr. Antje Boetius ML, Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz Zentrum für Polar- und Meeresforschung Bremerhaven
- Prof. Dr. Harald Bradke, Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung
- Dr. Frank-Detlef Drake, innogy SE (beratend)
- Prof. Dr. Ottmar Edenhofer ML, Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung e.V. (PIK)
- Prof. Dr. Maximilian Fleischer, München (beratend)
- Prof. Dr. Bärbel Friedrich ML, ehem. Vizepräsidentin der Leopoldina, Humboldt-Universität zu Berlin
- Prof. Dr. Sibylle Günter ML, Max-Planck-Institut für Plasmaphysik, Garching
- Prof. Dr. Jutta Hanson, Technische Universität Darmstadt
- Prof. Dr. Hans-Martin Henning, Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme, Darmstadt
- Prof. Dr. Jürgen Leohold, Wolfsburg
- Prof. Dr. Andreas Löschel, Westfälische Wilhelms-Universität Münster
- Prof. Dr. Karen Pittel, ifo Institut – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung, München
- Prof. Dr. Jürgen Renn ML, Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte, Berlin
- Prof. Dr. Dirk Uwe Sauer, RWTH Aachen
- Prof. Dr. Sabine Schlacke, Westfälische Wilhelms-Universität Münster
- Prof. Dr. Ferdi Schüth ML, Max-Planck-Institut für Kohlenforschung, Mülheim/Ruhr
- Prof. Dr. Indra Spiecker gen. Döhmann, Goethe-Universität Frankfurt am Main
ML = Mitglied der Leopoldina
Weitere Informationen
Kontakt Dr. Christian Anton