Nachhaltige Aquakultur – Auswirkungen auf Umwelt und Ernährungssicherheit

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Workshop
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  • Ort Berlin

Die Brasilianische Akademie der Wissenschaften (ABC) und die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina veranstalten gemeinsam den Workshop „Nachhaltige Aquakultur – Auswirkungen auf Umwelt und Ernährungssicherheit“ vom 16. bis 19. Oktober 2023 in Berlin. Es ist die vierte Veranstaltung der bilateralen Workshop-Reihe zum Thema Wasser, die sich vor allem an Postdoktorandinnen und Postdoktoranden richtet. Zwei Ziele stehen dabei im Vordergrund: 1) das Zusammenbringen von Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftlern aus Südamerika und Europa, um den politischen Handlungsbedarf in relevanten Bereichen zu ermitteln, und 2) die Befähigung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer zur Politikberatung. Ziel des bevorstehenden Workshops ist es, aktuelle und neu entstehende Herausforderungen und Bedürfnisse im Bereich der nachhaltigen Aquakultur zu untersuchen, zu bewerten und zu diskutieren. Das Endergebnis wird ein wissenschaftlicher Policy Report sein, der von beiden Akademien veröffentlicht und verbreitet wird.

Der Klimawandel beeinflusst wo, wie und wann Wasser, insbesondere Süßwasser, als Ressource zur Verfügung steht. Ungleichmäßig verteilte Regenfälle und Dürreperioden machen Wasser zunehmend zu einer begrenzten Ressource. Die konkurrierende Nutzung und Verknappung von Süßwasser stellen eine Herausforderung für die Ernährungssicherheit dar. Aquakultur kann jedoch – wenn sie nachhaltig betrieben wird – eine ressourceneffiziente und schonende Proteinquelle für Menschen weltweit darstellen.

In Anbetracht des kritischen Zusammenhangs zwischen Wasser und Nahrung wird der Workshop von zwei Gedanken geleitet: Erstens werden die Umweltauswirkungen von und auf Aquakultur in Süß- und Übergangsgewässern bewertet. Es braucht dringend einen systemischen Ansatz, der Wasser sowohl als Ressource als auch als Ökosystem betrachtet. Der Workshop zeigt Wege zu einer nachhaltigen und kreislauforientierten Wassernutzung auf. Zweitens werden die Aussichten der Aquakultur als wesentlicher Bestandteil des globalen Nahrungsmittelproduktionssystems diskutiert. Aufgrund der Vielzahl und der gegenseitigen Abhängigkeit der aktuellen Krisen soll der Policy Report Einblicke in die Herausforderungen der globalen Nahrungsmittelproduktion unter veränderten Klimabedingungen geben – mit der Aquakultur im Mittelpunkt.

Der Workshop hat die folgenden Ziele:

  • Erörterung der Möglichkeiten und Herausforderungen einer nachhaltigen Aquakultur in Süßwasser- und Übergangsgewässern
  • Förderung der Aquakultur als praktikable und alternative Quelle für die Eiweißversorgung im Globalen Süden und im Globalen Norden
  • Entwicklung von Politikempfehlungen durch einen kompakten Policy Report
  • Befähigung von Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftlern, wissenschaftliche Politikberatung zu leisten
  • Schaffung einer Plattform und einer anregenden Atmosphäre für die wissenschaftliche Vernetzung

Die wissenschaftlichen Koordinatorinnen und Koordinatoren dieser Tagung sind:

  • Professor Adalberto Val, Academia Brasileira de Ciências;
  • Professor Evoy Zaniboni Filho, Federal University of Santa Catarina
  • Professor José Galizia Tundisi, Academia Brasileira de Ciências
  • Professor Maria Célia Portella (Sao Paulo State University (UNESP))
  • Professor Werner Kloas, Leibniz-Institute of Freshwater Ecology and Inland Fisheries (IGB)
  • Professor Klement Tockner ML, Senckenberg Society for Nature Research

ML = Mitglied der Leopoldina

Weitere Informationen zur öffentlichen Veranstaltung am 17. Oktober

Im Rahmen des Workshops finden am Dienstag, 17. Oktober von 16:00 – 20:00 Uhr eine Keynote und ein Runder Tisch statt. Weitere Informationen und die Anmeldung finden Sie hier: From Aquafarm to Fork? Nachhaltige Aquakultur als Bestandteil eines resilienten globalen Ernährungssystem

Kontakt

Dr. Thomas Plötze
Abteilung Internationale Beziehungen
Tel.: +49 (0)345 472 39 834
E-Mail: thomas.ploetze(at)leopoldina.org

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