Schrödinger and Heisenberg: Complicated Nominations for the Royal Society
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In 1945, two of the pioneers of quantum mechanics, Erwin Schrödinger and Werner Heisenberg, were both nominated by Paul Dirac for election to the Royal Society of London. Max Born, Rudolf Peierls, and Francis Simon, who had emigrated from Germany to the UK in the 1930s, had become British citizens and Fellows of the Royal Society. They strongly opposed Heisenberg's nomination, expressing concerns about his activities in the recent war. Born supported Schrödinger's nomination but this was opposed by Peierls and Simon. In time, the opposition became more muted and Schrödinger, to his great delight, was elected in 1949. However, it took another six years for Heisenberg to be elected following his efforts to rebuild science in West Germany after the war.
Through the use of new archival material, David Clary will describe these developments and the subtle aspects of electing controversial scientists from overseas to the Royal Society after World War II.
Professor Sir David Clary
Sir David Clary is Emeritus Professor of Chemistry at the University of Oxford. He was previously President of Magdalen College, Oxford and was the first Chief Scientific Advisor to the UK Foreign Office. He is a Fellow of the Royal Society and was knighted in 2016 by Queen Elizabeth II for his services to international science. His recent books include Schrödinger in Oxford, The Lost Scientists of World War II, and Walter Kohn: From Kindertransport and Internment to DFT and the Nobel Prize.
Übersetzung
Schrödinger und Heisenberg: Komplizierte Nominierungen für die Royal Society
Im Jahr 1945 wurden zwei Pioniere der Quantenmechanik, Erwin Schrödinger und Werner Heisenberg, von Paul Dirac für die Aufnahme in die Royal Society of London nominiert. Die in den 1930er Jahren von Deutschland nach Großbritannien emigrierten Wissenschaftler Max Born, Rudolf Peierls und Franz Simon, waren unterdessen bereits britische Staatsbürger und Mitglieder der Royal Society geworden. Sie sprachen sich entschieden gegen Heisenbergs Nominierung aus und äußerten Bedenken bezüglich seiner Aktivitäten während des Krieges. Born unterstützte dagegen die Nominierung Schrödingers, wohingegen Peierls und Simon diese ebenfalls ablehnten. Im Laufe der Zeit verstummten die oppositionellen Stimmen und Erwin Schrödinger wurde, zu seiner großen Freude, 1949 in die Royal Society gewählt. Es dauerte jedoch weitere sechs Jahre, bis Werner Heisenberg, nachdem er sich beim Wiederaufbau des westdeutschen Forschungssystems nach Kriegsende verdient gemacht hatte, ebenfalls zugewählt wurde.
Anhand von neuem Archivmaterial wird der Vortragende diese Entwicklungen und die subtilen Aspekte der Wahl umstrittener Wissenschaftler aus Übersee in die Royal Society nach dem Zweiten Weltkrieg beschreiben.
Prof. Sir David Clary
Sir David Clary ist emeritierter Professor für Chemie an der Universität von Oxford. Zuvor war er Präsident des Magdalen College, Oxford, und der erste wissenschaftliche Chefberater des britischen Außenministeriums. Er ist Mitglied der Royal Society und wurde 2016 von Königin Elisabeth II. für seine Verdienste um die internationale Wissenschaft zum Ritter geschlagen. Zu seinen jüngsten Büchern gehören „Schrödinger in Oxford“, „The Lost Scientists of World War II“ und „Walter Kohn: From Kindertransport and Internment to DFT and the Nobel Prize“.
Es laden Sie herzlich ein:
Prof. Dr. Christina Brandt ML, Prof. Dr. Dieter Hoffmann ML und Ronja Steffensky
ML = Mitglied der Leopoldina
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Kontakt
Ronja Steffensky
Kommissarische Leiterin der Abteilung Zentrum für Wissenschaftsforschung
E-Mail: lzfw(at)leopoldina.org
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