Prädiktive genetische Diagnostik als Instrument der Krankheitsprävention
Für manche genetisch bedingten Krankheiten kommt eine Prävention oder Früherkennung in Frage. Die Möglichkeiten der genetischen Diagnostik verbessern sich ständig, die Kosten sinken. Gleichzeitig steigt die Zahl fragwürdiger Tests, die über das Internet vertrieben werden. Eine von der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina gemeinsam mit der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften acatech eingesetzte Arbeitsgruppe hat im Herbst 2010 ein Gutachten zu Möglichkeiten und Grenzen der prädiktiven genetischen Diagnostik bei gesunden Menschen vorgelegt.
Publikationen der Arbeitsgruppe
Das Gutachten gibt Hilfestellungen zur Beantwortung folgender Fragen:
- Wann ist eine prädiktive genetische Diagnostik im Sinne einer Krankheitsprävention sinnvoll und wann nicht?
- Wie ist mit fragwürdigen Angeboten, die über das Internet angeboten werden, sinnvoll umzugehen?
- Welche Anforderungen stellen verbesserte technische Möglichkeiten an die Diagnostik?
- Wie können in Deutschland geltende gesetzliche Regelungen, insbesondere das Gendiagnostik-Gesetz, weiterentwickelt werden?
Beteiligte Institutionen
- Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina
- Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften (BBAW) (für die Union der deutschen Akademien der Wissenschaften)
- Deutsche Akademie der Technikwissenschaften acatech
Sprecher der Arbeitsgruppe
Mitglieder der Arbeitsgruppe
- Prof. Dr. Claus Bartram ML, Humangenetik, Heidelberg
- Prof. Dr. Matthias Brandis ML, Pädiatrie, Freiburg
- Prof. Dr. Thomas Cremer ML, Humangenetik, München
- Prof. Dr. Detlev Ganten ML, Pharmakologie und molekulare Medizin, Berlin
- Prof. Dr. Reiner Leidl, Gesundheitsökonomie, München
- Prof. Dr. Markus Löffler, Medizinische Informatik, Leipzig
- Prof. Dr. André Reis ML, Humangenetik, Erlangen
- Prof. Dr. Hans-Hilger Ropers, Humangenetik, Berlin
- Prof. Dr. Jörg Schmidtke, Humangenetik, Hannover
- Prof. Dr. Ludger Schöls, Neurologie, Tübingen
- Prof. Dr. Karl Sperling ML, Humangenetik, Berlin
- Prof. Dr. Jochen Taupitz ML, Medizinrecht, Mannheim
- Prof. Dr. Gerd Utermann ML, Humangenetik, Innsbruck
- Prof. Dr. Ulrich Walter ML, Klinische Biochemie und Pathobiochemie, Würzburg
- Prof. Dr. Karl Werdan ML, Innere Medizin / Kardiologie, Halle (Saale)
- Prof. Dr. Dr. Urban Wiesing ML, Medizinethik, Tübingen
ML = Mitglied der Leopoldina